Das Dufour-Schulhaus

Überblick

L' école Dufour

Coup d'œil


Foto von 1949, aufgenommen von Werner Friedli

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Stiftung Luftbild Schweiz / CC BY-SA 4.0

 

Die heutige Anlage «Dufour» besteht aus zwei eigenständigen Gebäuden: das mehrfach umgestaltete und bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende «Dufour Ost» an der General-Dufour-Strasse 22, und das von 1862 bis 1863 erbaute Dufour-West an der General-Dufour-Strasse 18. Die Bauten stehen als Kulturgut unter Denkmalschutz und wurden ab 2019 umfangreich saniert. Das äussere Erscheinungsbild entspricht dem spätklassizischtischen Umbau von 1870 bis 1871 des Architekten August Zschokke.

 


L'actuel complexe «Dufour» se compose de deux bâtiments indépendants : le «Dufour Est», situé au 22 de la Rue du Général-Dufour, qui a subi plusieurs transformations et remonte au 15e siècle, et le «Dufour Ouest», situé au 18 de la Rue du Général-Dufour et construit entre 1862 et 1863. Ces bâtiments sont classés comme biens culturels et ont fait l'objet d'une vaste rénovation à partir de 2019. L'aspect extérieur correspond à la transformation de style classique tardif de 1870 à 1871 de l'architecte August Zschokke.

 


«Im Schulhaus Dufour-Ost wurden die ersten Kurse

der Handwerkerschule durchgeführt.»

Gebäudebeschreibung

Auszug Bauinventar der Stadt Biel 2003 und Inventar schützenswerter Objekte 1985

Schulhaus Dufour Ost vor der Sanierung 2019-2022
Schulhaus Dufour Ost vor der Sanierung 2019-2022

Schulhaus Dufour-Ost (urspr. Spitalbau)

General-Dufour-Strasse 22

Teil des Ensembles Altstadt, südlich der Kanalgasse, Dufourstrasse. Ein reich instrumentierter Mittelrisalit aus Hausstein unter Dreieckgiebel steht in der Achse der Collègegasse. Die Anlage nimmt deutlich Bezug auf die Altstadt, gemäss Stellung des Vorgängerbaus, und nicht auf die Achse der Dufourstrasse. Das Gebäude macht die ursprüngliche Ausdehnung der mittelalterlichen Stadt noch spürbar. Allerdings schneiden die hohen Neubauten der Nordseite die beiden Schulhäuser von ihrer Bezugsbasis Altstadt-Nord ab.
[3]

Dazugehörende Objekte: Schulhaus Dufour-West, Pausenplatz mit alter Einfriedung, Baumbestand und Kiosk Dufourstrasse 14, Doppelschalenbrunnen. Die 1865 erbaute Turnhalle in der SO-Ecke wurde 1960 abgebrochen
.[3]

Bauherr: Einwohnergemeinde Biel

Charakteristische Merkmale: Breitgelagerter Schulhausbau vom Typus des Collège latin in Neuenburg (1828-35).
[3] Die Schule ist aus dem Klosterturm- bzw. Spitalneubau von 1745 hervorgegangen und wurde durch lange Mittelkorridore erschlossen. Heutiges Erscheinungsbild geprägt vom Umbau 1870/1871 (Erweiterung/Aufstockung des 1817 von J. R. Neuhaus gegründeten Gymnasiums). Langgezogener Baukörper unter Walmdach. N- u. S-seitig Quergiebel, zur Dufourstrasse leicht risalitiert u. auf die Achse der Collègegasse ausgerichtet. Schöne, klare Sandsteingliederung im Geist des Spätklassizismus, besonders bemerkenswert beim Mittelteil: repräsentative gekoppelte Fenster (Aula), Haupteingang u. a. im 1. und 2. OG sind wesentliche Teile des Baus von 1817 erhalten, so etwa die seitlichen Eingänge.[2]

Historisches: Der bedeutsame Bau markiert als Nachfolger des 1456 erbauten Johanniterklosters (die letzte Gründung des Ordens in der Schweiz) die Nordost-Ecke der spätmittelalterlichen Stadterweiterung; stattlicher Auftakt zur repräsentativen Strassenanlage des 19. Jh. Beispielhafter Vertreter des bürgerlichen Bildungspalastes.
[2] Alter geschichtlicher Boden. Bau beinhaltet Reste des mittelalterlichen Klosters.[3]

 

Berichtigung: Der archäologische Dienst des Kantons Bern hält fest: «Bis anhin hatte man angenommen, dass für den Spitalbau grosse Teile des Klosters respektive der Stadtmauer beibehalten wurden. Die bauarchäologischen Untersuchungen von 2021/22 belegen jedoch genau das Gegenteil: Das Spital war ein kompletter Neubau. Mit dem symmetrischen Aufbau der Südostfassade, dem flächigen, gebrochen weissen Verputz, den hochwertigen Fenstergewänden aus Hauterive-Kalkstein sowie den Grisaillemalereien im Innern genügte der barocke Spitalneubau hohen repräsentativen Ansprüchen.» [9]

  


«Das Dufour-West ist der erster Bau,

den die Einwohnergemeinde Biel zu Schulzwecken errichtete.»

 

Schulhaus Dufour West vor der Sanierung 2019-2022
Schulhaus Dufour West vor der Sanierung 2019-2022

Schulhaus Dufour-West
General-Dufour-Strasse 18

Teil des Ensembles Altstadt, südlich der Kanalgasse, Dufourstrasse.

Architekt: Hans Rychner

Bauherr: Einwohnergemeinde Biel

Erbaut von 1862-1863 nach einem Wettbewerb. 1861 prämierte die Jury, bestehend aus Kantonsbaumeister Salvisberg, Architekt Friedrich Studer in Bern und Alt Bauinspektor A. Merian in Basel von 33 eingegangenen Projekten mit dem
1. Preis Carl Haller, Bern und Friedrich Bürgi, Lyss, Schüler von Professor Gottgetreu in München
2. Preis Johann Ludwig, Chur
3. Preis H. Sulzer, Winterthur


12. 07. 1862 Grundsteinlegung für Projekt Rychner
30. 10. 1862 Teil der Ausführungspläne
24. 10. 1863 Einweihung
[3]

Charakteristische Merkmale: Schulhaus von kubischer Form mit zentralem Lichthof vom Typus der Zürcher Kantonsschule (1837-42). Klassizistischer Sandstein-Putzbau mit Eingangsarkaden im giebelgekrönten Mittelrisalit. Inkorporierte Eingangshalle mit 6 Wandnischen und Datum 1864. Seitenfront mit niedrigen Ecktürmen ausgebildet im Stil italienischer Villen. Zusammen mit dem Schulhaus Dufour-Ost beachtlich monumentaler Südabschluss der historischen Stadt.
[3] Klassizistische, um einen zentralen Lichthof angeordnete Anlage unter Walmdächern. Die Nordfassade wird durch einen giebelbekrönten Mittelrisalit mit Arkadenreihe u. inkorporierter Eingangshalle charakterisiert. Qualitätvolle Sandsteingliederung: Eckquaderungen, Geschossgesimse über dem EG, sehr schönes, feines Kranzgesims, Fensterverdachungen u.a. Rückseitig grosser Pausenplatz mit Bäumen und Doppelschalenbrunnen. Durch einen Zwischenbau mit dem Schulhaus Dufour-Ost verbunden.[2]

Historisches: Erster Bau, den die Einwohnergemeinde Biel zu Schulzwecken errichtete.
[3]

 


Das neue Schulhaus Dufour

Auch künftig soll der Gebäudeteil Dufour Ost schulischen und schulnahen Nutzungen Platz bieten. Die Bauarbeiten starteten im Mai 2021. Allein die Arbeiten an den Natursteinbauteilen der Fassaden nahmen die ganze Bauzeit von fast eineinhalb Jahren in Anspruch. Die Bausubstanz wurde innen wie aussen soweit möglich erhalten. So datieren grösste Teile des Holzwerkes oder der Parkette aus der Zeit des letzten grossen Umbaus im 19. Jahrhundert. Im Erd- und im 1. Obergeschoss kehrt die grösste Tagesschule Biels mit einem Mittagstisch für bis zu 120 Mahlzeiten zurück. Das übrige Gebäude wird vom Zentrum für Pädagogik, unter anderem mit den Diensten wie die Logopädie und Begabtenförderung, belegt. Der neu ausgebaute Dachstock bietet räumliche Qualitäten für die Bewegungstherapien der Psychomotorik.[1]

 


L' école Dufour après la rénovation 2019-2022

Non seulement par le passé, mais aussi à l'avenir, le bâtiment Dufour Est, accueillera des usages scolaires. Les travaux de construction ont débuté en mai 2021. Les travaux sur les éléments en pierres naturelles des façades ont pris à eux seuls près d’un an et demi. La substance historique à l’extérieur et à l’intérieur du bâtiment a été conservée dans la mesure du possible, de sorte que la plus grande partie de la menuiserie ou des parquets date de la dernière grande transformation effectuée au XIXe siècle. Le rez-de-chaussée et le premier étage accueilleront la plus grande école à journée continue de Bienne, qui sert jusqu’à 120 repas à midi. Le reste du bâtiment sera occupé par le «Zentrum für Pädagogik» qui fournit notamment des services dans le domaine de la logopédie et de l’encouragement des talents. Les combles ont été aménagés afin d’offrir des capacités spatiales spécifiques pour les thérapies par le mouvement dans le domaine de la psychomotricité.[1]

 


Fotogalerie: Einweihung Schulhaus Dufour Ost, Samstag, 17. 9. 2022: Offizielle Schlüsselübergabe mit Ansprachen der Direktorin Bau, Energie und Umwelt, Lena Frank, und der Direktorin Bildung, Kultur und Sport, Glenda Gonzalez Bassi. Architekt:  3B Architekten AG, Bern


Galerie de photos : Cérémonie d’inauguration du bâtiment, le 17 septembre 2022 Remise officielle des clés avec discours de la directrice des travaux publics, de l’énergie et de l’environnement, et de Glenda Gonzalez Bassi, directrice de la formation, de la culture et du sport.

 


«Une sonnerie pour l’École Dufour»
Anlässlich der Totalsanierung führte die Direktion Bau, Energie und Umwelt (Abteilung Hochbau) in Zusammenarbeit mit der Direktion Bildung, Kultur und Sport 2022 einen Wettbewerb für Kunst am Bau durch. Fünf Kunstschaffende nahmen daran teil. Dimitri Bähler gewann mit dem Projekt «Une sonnerie pour l’École Dufour», das eine Verbindung zur Geschichte des Gebäudes schafft. Der Künstler erstellte sechs Glocken aus Bronze und brachte sie auf jedem Stock der beiden Treppenhäuser von Dufour-Ost an. Die Glocken bestimmen nun den Rhythmus des Schultags wie im damaligen Kloster des 15. Jahrhunderts. Sie bilden eine Installation, die eine Erfahrung von Raum und Zeit erzeugt. Wie ein riesiges Schlaginstrument erklingen sie im Gebäude abwechselnd in vier den Rhythmus des Tages bestimmenden Szenen: zur Einleitung des Tages um 8 Uhr, am Mittag, nachmittags um 15.30 Uhr und am Ende des Tages um 17.30 Uhr. Die fünf Beiträge zum Wettbewerb wurden an der Einweihung vom 11. 5. 2023 ebenfalls ausgestellt.
[8]

 



Présentation des 5 projets pour l'art dans le bâtiment Dufour du 11 au 16 mai 2023.
Présentation des 5 projets pour l'art dans le bâtiment Dufour du 11 au 16 mai 2023.

«Une sonnerie pour l'École Dufour»
A l'occasion de son assainissement complet, la «Direction des travaux publics, de l'énergie et de l'environnement» (Département des constructions) a organisé en 2022, en collaboration avec la «Direction de la formation, de la culture et du sport», un concours d'art dans le bâtiment. Cinq artistes ont participé au concours. Dimitri Bähler a remporté le concours avec son projet «Une sonnerie pour l'École Dufour», qui crée un lien avec l'histoire du bâtiment. L'artiste a créé six cloches en bronze et les a placées à chaque étage des deux cages d'escalier du bâtiment. Les cloches rythment désormais la journée scolaire comme dans le monastère du 15e siècle de l'époque. Elles forment une installation qui génère une expérience de l'espace et du temps. Tel un instrument de percussion géant, elles résonnent à tour de rôle dans le bâtiment en quatre scènes qui rythment la journée: au début de la journée à 8 heures, à midi, l'après-midi à 15h30 et à la fin de la journée à 17h30. Les cinq contributions au concours ont également été exposées lors de l'inauguration du 11. 5. 2023.
[8]

 


 

 

Die Entwicklung von Dufourschulhaus als Kurzüberblick

 

Johanniterkloster (1456-1528)

1454

Heinrich Staler, Komtur des Johanniterhauses zu Küsnacht, erhält am 10. Juni von Meyer und Rat, sowie dem Pfarrer von Biel, die Erlaubnis zum Bau eines Johanniterklosters zu Ehren der Maria und Johannes des Täufers an der südöstlichen Ecke der neuen Stadt. Dieser Übereinkunft gibt der Bischof von Biel seine Einwilligung. Die Stadt Biel, welche in dieser Zeit nur etwa 250 steuerzahlende Bürger hat, räumt den verfügbaren Bauplatz ein und steuert an den Ankauf von 6 anstossenden Häusern 150 Gulden bei. Der Stadtgraben vor der Ringmauer dient den Johannitern als Weiher.


1456

Baubeginn mit finanzieller Unterstützung der Stadt.


1460

Grundsteinlegung der Klosterkirche nach Vollendung des Konventhauses.


1466

Einweihung der Kirche.


1479

Die Konventstube erhält ein gemaltes Fenster von Bieler Glaser Jakob Wildermut und 1585 eine Glasmalerei vom Berner Glasmaler Urs Werder.


1523

Thomas Wyttenbach verkündet das Evangelium in der Klosterkirche, was ihm als verheirateter Mann in der Stadtkirche verwehrt bleibt.


1528

Abriss der Kirche und Aufhebung des Klosters. Dem Johanniterkloster war kein langes Leben beschieden, da es mit der Reformation aufgehoben wurde. Die Komture hiessen: Heinrich Staler (1454), Erasmus Wild (1459), Stefan Lang (1467), Simon Löw (1501), Johann Andres (1503), Heinrich Stapfer (1510) und Jakob Pfiffer (1524).


Freihof (1529-1559)

1529

Die Stadt tauscht das Kloster gegen das Haus von Valerius Göuffi, doch ist der Vertrag mit der Bedingung verbunden, dass das ehemalige Kloster ein Freihof bleiben solle. So  bleibt die Möglichkeit innerhalb der Klostermauern Schutz zu suchen, weiter gewährt.  Man nannte solche  Asylstätten «Freiheit», «Freihung», «Freihaus» oder «Freihof».


Städtisches Armenhaus (1559-1745)

1559

Rückkauf des Freihofs (oder Klosters) von Valerius Göuffi durch die Stadt. Das Gebäude dient der Armen- und Spitalverwaltung. Der jeweilige Spitalvogt hat darin seine Wohnung.


2. Spital (1745-1818)

1745

Die Stadt Biel richtet als Neubau ein städtischen Spital mit Waisen- und Armenanstalt auf dem Platz des abgetragenen Klostergebäudes (Dufour-Ost) ein. Dabei wurden die nach Süden und Osten abschliessenden Ringmauern entfernt. Der Turm an der Südostecke bleibt erhalten.


1751

Fertigstellung des Spital-Gebäudes und Einzug von 30 Pfründern.[4]


1798

Einmarsch der Franzosen und Beschlagnahme des Spitals.


1814

Wegen einer Typhusepidemie dient das Gebäude als Militärlazarett. Die Epidemie forderte unter den Pfleger/innen zahlreiche Opfer.[4]


1818

Verlegung des Spitals an die Untergasse.


Burgerbibliothek (1765-1861)

1765

Gründung der Moralischen Burgerbibliothek. Trägerschaft ist die Bibliothek-Gesellschaft und die Bibliothek-Direktion mit insgesamt 7 Mitgliedern. Dank einer Lotterie und zahlreichen privaten Spenden wird die Bibliothek in einem Zimmer im ehemaligen Klostergebäude untergebracht. 1781 steht für die Bibliothek im gleichen Bau ein weiteres Zimmer zur Verfügung. Aus der Moralischen Burgerbibliothek, die 1861 ins Rathaus verlegt wird, entsteht 1872 die Stadtbibliothek Biel.


Gymnasium (1818-1836)


1815

Gründung vom 1. Bieler Gymnasium

Das Gymnasium verdankt seiner Entstehung der Vereinigung des Bistums Basel und der Stadt Biel mit dem Kanton Bern, die am Wiener Kongress am 20. März 1815 beschlossen wurde.

Die eidgenössische Tagsatzung trat am 27. Mai des gleichen Jahres der Erklärung des Wiener Kongresses bei. Am November geschieht in Biel die Verurkundung dieses Staatsabkommens durch eine von beiden interessierten Parteien zu gleichen Teilen bestellte Kommission. In Artikel 12 der Vereinigungsurkunde versprach die Regierung von Bern, nachdem sie den katholischen Landesgegenden den Fortbestand ihrer Schulanstalten zugesichert hatte, auf Mittel und Wege bedacht zu sein, die Studien der jungen Geistlichen zu  erleichtern.[4] Pfarrer Charles-Ferdinand Morel fördert nun zusammen mit Ratsherrn Rudolf Neuhaus in politischer Hinsicht die Gründung vom Bieler Gymnasium. Neuhaus schlägt eine in Biel zu gründende, auf die Akademie vorbereitende Schulanstalt vor und findet Zustimmung bei der Stadtbehörde und der Bevölkerung.

 

1816

Am 6. November 1816 bewilligt die Regierung der Stadt Biel ein Gymnasium für den geistlichen Stand mit einer Probezeit von 6 Jahren zu errichten. Das Gymnasium steht unter der Aufsicht des Kirchen- und Schulrates, bestehend aus 4 Mitgliedern, den Grossindustriellen Johann Rudolf Neuhaus (1767-1846), Samuel Perrot-Haag (1769-1850), Pfarrer Gibolet, sowie dem Amtsstatthalter Friedrich Heilmann (gest. 1862). Sie organisieren die Anstalt, bestimmt ihre Ziele, stellen Lehrpläne auf, schreiben das Reglement und bereiten die Lehrerwahlen vor. Alle Entscheidung müssen von der Regierung bewilligt werden. Die wichtigste Aufgabe des Aufsichtsrates ist die Durchführung des Unterrichts unter der von der Regierung genehmigten Vorschriften. Pfarrer Johann Conrad Appenzeller (1755-1850) ist bis 1831 Direktor. Der grosse Rat von Bern unterstützt das Gymnasium mit einem jährlichen Zuschuss von 3000 Franken, sofern die Stadt Biel 1600 Franken dazu beiträgt.

 

1817
Am 15. September wird das Gymnasium im alten Knabenschulhaus an der Untergasse 8 eröffnet. Damit hatten die nicht ganz 3000 Einwohner der Zukunftsstadt Biel eine wissenschaftliche Anstalt.

Die Schule hat den Charakter eines humanistischen Gymnasiums unter Vorherrschaft der alten Sprachen. Die Schüler erhalten währen allen 6 Jahreskursen wöchentlich durchschnittlich 9 Lateinstunden. Sie treten mit mindestens 9 Jahren ins Gymnasium ein und verlassen es im Alter von 13 bis 15 Jahren. Diejenigen, welche danach an die Akademie in Bern übertreten wollen, erhalten dort leichten Anschluss.

 

1818

Als sich die Räumlichkeiten als ungenügend erwiesen, zieht das Gymnasium mit dazugehörigem Pensionat, das von Marie-Louise Blösch betreut wird, in das ehemalige Johanniterkloster und Spitalgebäude (heute Dufourschulhaus Ost) an der Hintergasse.

 

1820

Aus dem 1920 eingeführten Turnunterricht, geht das Kadettenkorps hervor. Die ersten Bieler Gymeler tragen eine blaue mit einem hohen Tschako ausstaffierte Uniform. Das Zeughaus des Korps befindet sich im Roten Turm. Der Unterricht am Gymnasium ist stark militärisch ausgerichtet.

1822

Das Gymnasium hat mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Schüler sind ungleich, teilweise schlecht vorgebildet und wechseln ständig. Die Zweisprachigkeit führt zu 45 wöchentlichen Unterrichtsstunden, wobei besonders französischsprachige Schüler vom Unterricht nur wenig mitbekommen. Die Lehrer arbeiten ohne Plan, ohne Zusammenhang untereinander und mancher muss Dinge vortragen, von denen er nichts versteht. Weder der Aufsichtsrat, noch die Bieler Behörden, noch auch die Bevölkerung der Stadt waren den stetig zunehmenden Missständen gewachsen.

 

1824

In Merzlingen, St. Nikolaus, findet die Einweihung des Obelisken für das Gefecht von St. Niklaus statt.

 

1825

Für die Internen des Gymnasiums existiert schon seit 1817 eine kleine Hausbibliothek. 1825 entsteht eine zweite, für allen Gymnasiasten zugängliche Schülerbibliothek. In dem am Gymnasium angeschlossene Internat wird abwechselnd die deutsche und die französische Sprache verwendet. Vierzehn Tage wird Deutsch gesprochen, eine Woche Französisch.

 

1826
Biel lässt auf eigene Kosten durch den Münzmeister Christian Fueter in Bern zwei Medaillen schlagen, als Schulprämien für «besonderen Fleiss» und «gute Leistungen». Bis zur Auflösung des Gymnasiums werden 455 Stück produziert.


1827

erhalten die bewaffneten Kinder vom Kadettenkorps zwei Kanonen.


1830

befindet sich, in Zeiten politischer Bewegungen, das Gymnasium in einer Krise. Die Bürger forderten sogar die Abschaffung vom Gymnasium, weil es nur eine Schule für Reiche und Auswärtige sei. Johann August Weingart, Deckname Jonathan Radical, unterrichtet nach neuen pädagogischen Prinzipen. Er befürwortet die Reduktion des Gymnasiums und dafür die Vermehrung der Sekundarschulen und vor allem die Unentgeltlichkeit des Unterrichts. Ebenfalls entwickelte sich die Burgerschule zu einer Konkurrenzanstalt.


1833

werden im Gebäude 4 Klassen der burgerlichen Knabenschule untergebracht.

 


Der Kadettenkorps in der Dufourstrasse, ca. 1905. Postkartensammlung der Stadtbibliothek Biel, Signatur BS B 3 138

 

Politische Flüchtlinge


 Der politische Flüchtling Ernst Schüler.
Der politische Flüchtling Ernst Schüler.

1833

Biel wird durch den in Grenchen im Exil lebende Giuseppe Mazzini, seinem Motto «Freiheit, Gleichheit, Humanität» und der Gründung des «Jungen Europa», zum Hauptasyl der politischen Flüchtlinge. Der aus Darmstatt stammende Ernst Schüler, Anführer der Revolutionären Bewegung «Junge Schweiz» und «Junges Deutschland», wird am Gymnasium als Lehrer eingestellt.

 

1834

Durch das Gesetz über das oberes Gymnasium und die Hochschule Bern wird das Bieler Gymnasium abgewertet. Die Schule wird kritisiert, sie gäbe zu viel Stunden Unterricht in der lateinischen Sprache und solle in viel kürzerer Zeit die gleichen Leistungen erzielen wie Bern. Für Diskussion sorgt auch die weitere Aufnahme politischer Flüchtlinge.

 

1835

wird ganz in der Nähe vom Dufourschulhaus die zweisprachige, radikale Bieler Flüchtlingszeitung «Junge Schweiz» (1835-1836) gegründet, an welcher sich die politischen Führer Ochsenbein, Alexander Funk, Dr. J. N. Schneider, die Gymnasiallehrer Ernst Schüler, Karl Mathy  (später badischer Ministerpräsident) u. a. mit Decknamen beteiligten.

 

1836

Das Gymnasium wird nach 19 Jahren aufgelöst
Da die Gymnasiallehrer Ernst Schüler und Karl Mathy ihre politische Tätigkeit fortsetzen und durch heftige Zeitungsartikel ihre politischen Gegner in Biel, teilweise Eltern ihrer Schüler, empfindlich treffen, bringen sie ihre Schulanstalt in eine missliche Lage, die vollkommen unhaltbar wird, als Schüler und Mathy 1836 mit einem dritten Bieler Gymnasiallehrer, dem Schweizer August Weingart, wegen Teilnahme an politischen Umtrieben der «Jungen Schweiz» verhaftet und in das Gefängnis nach Bern gebracht werden. Die bernische Regierung hebt ebenfalls die Buchdruckerei der «Jungen Schweiz» auf und stellt das Erscheinen der Zeitung ein.[7]  Da unterdessen die bernische Akademie sich in eine vollständige Universität umgewandelt und die zwei unteren Jahreskurse der philosophischen Fakultät abgetrennt und zu den Klassen des bisherigen Gymnasiums geschlagen hat, ist das Bieler Gymnasium plötzlich ohne Anschluss an die Hochschule.
Die Verwicklung einiger Lehrer in die politischen Kämpfe der dreissiger Jahre und die Umwandlung der Akademie in Bern in eine ausgebaute Hochschule sind der Anlass, um durch Regierungsbeschluss «zur Reorganisation des Kollegiums in Biel» am 12. September 1836 das nur noch aus 20 Schüler bestehende Gymnasium aufzuheben und ein Progymnasium an seiner Stelle zu errichten. [6]
 

Persönlichkeiten vom 1. Bieler Gymnasium 1818 bis 1836

Initianten

- Georg Friedrich HEILMANN (1785-1862), Politiker, Diplomat

- Charles Ferdinand MOREL (1772-1848), Pfarrer, Ehemann der Schriftstellerin Isabelle de Gélieu (1779-1834)
- Johann Rudolf NEUHAUS (1767-1846), Ratsherr, Indiennefabrikant, Mitbegründer der Ersparniskasse Biel

Direktoren
- Johann Conrad APPENZELLER (1775-1850), Pfarrer, 1. Direktor des Bieler Gymnasiums
- Friedrich Andreas Christian GRAUFF, Historiker (Register zu A. von Tillier's Geschichte des eidg. Freistaates Bern)

- Johannes RICKLY, Theologe, Lehrer von Jean-Louis-Rodolph Agassiz und Cäsar Adolf Blösch

 

Aufseherin der Pension

Marie Louise BLOESCH (1782-1863), Namensgeberin vom Marie-Louise-Bloesch-Weg in Biel


Lehrer

- Simon Peter Alfons BANDELIER (1800-1860), Pfarrer

- Wilhelm Christian BINDER (1810-1876), Geheimagent, Historiker (Geschichte der Stadt und Landschaft Biel)
- Dr. Cäsar Adolf BLOESCH (1804-1863), Arzt, Historiker (Geschichte der Stadt Biel und ihres Pannergebiets)
- Heinrich BOLTSHAUSER (1803-1872), Lehrer, schrieb ver. Schulbücher (Beispielsammlung der reinen Arithmetik)
- Johann Peter GIRARD (1769-1851), Landschaftsmaler, Zeichner, bekannt durch Bieler Stadtansichten
- Joseph KUHN, Gesanglehrer von Pruntrut
- Adam Friedrich MOLZ (1790-1879), Bieler Mundartdichter, Gründer vom 1. Tierschutzverein der Schweiz

 

Politisch verfolgte Lehrer, Anhänger des Jungen Deutschland
- Karl MATHY (1807-1868), Lehrer, Journalist, Politiker, badischer Ministerpräsident
- Ernst Ludwig ROCHHOLZ (1809-1892) Germanist und Sagenforscher
- Ernst SCHUELER (1807-1881), Initiant der Bieler Uhrenindustrie
- Johann August WEINGART (1797-1878), Lehrer, Buchdrucker, Nationalrat

 

Schüler
- Auguste AGASSIZ (1809-1877), Uhrenfabrikant, Gründer der Uhrenmanufaktur Longines
- Jean Louis Rodolphe AGASSIZ (1807-1833), Naturforscher
- Heinrich Volkmar ANDREAE (1817-1900), Apotheker, Botaniker, Zahnpasta-Erfinder, sein Name ziert eine Felswand
- Eduard Eugen BLOESCH (1807-1866), Landammann, Gründer der Viktoriaanstalt für arme Mädchen vom Kant. Bern
- Johann Friedrich BOLL (1801-1869), Pfarrer, Direktor des 1. Lehrerinnenseminars vom Kanton Bern
- Johann Jakob DIETRICH (1811-1887), körperlich schwerbehinderter Chirurg, Leiter einer Privatirrenanstalt
- Albert GALEER (1816 - 1851), Gründer des Grütliverein, Wegbereiter des Sozialismus
- Joseph Arthur de GOBINEAU (1816-1882), Diplomat, Schriftsteller, Wegbereiter der antisemitischen Rassentheorie
- Friedrich Gustav Eduard GÜDER (1817-1882), Pfarrer, Autor, (Realenzyklopädie für protest, Theologie und Kirche)

- Joseph LANZ (1818-1908). Spitalarzt, Sänger, Mitbegründer vom Spitalzentrum Biel
- Charles Ernest MOREL (1808-1883), Mediziner, 1. Spitalarzt von Fleurier
- Jules MOREL (1804-1838), Arzt, Chirurg-Major im 7. Regiment der königlichen Garde in Paris
- Johann Ulrich OCHSENBEIN (1811-1890), Bundesrat, Wegbereiter der Bundesverfassung von 1848

- Gottfried SCHOLL (1803-1865), Präsident der «Emulation jurassienne» Sektion Biel, Gemeinderat
- Alexander SCHWEIZER (1808-1888), Theologe

- Abram-Emmanuel TIÈCHE (1801-1868), 33 Jahre Pfarrer von Bévilard

- Alexander Adolf Eduard WILDERMETT (1807-1836), in der Schüss ertrunkener Offizier

 


Progymnasium (1836-1910), Burgerschule (1836-1874),

Mädchenschule (1840-1889) und 2. Gymnasium (1901-1910)


1836

Das Progymnasium (eine Sekundarschule erster Ordnung) wird eröffnet. Es ist, genau genommen, eine Sekundarschule mit Latein und Griechisch. Anfänglich besitzt sie noch 6 Jahreskurse, die bald auf 5 Jahreskurse umgewandelt wird. Latein behält noch die Stundenzahl aus der Zeit des Gymnasiums bei.


1840

Umbau nach Plänen des polnischen Flüchtlings Jankowsky.  Das Gebäude ist unterteilt in 3 Schulen: der Mittelteil steht dem Progymnasium und dem Pensionat zur Verfügung, im östlichen Flügel ist die Knabenschule untergebracht, im westlichen Flügel die Mädchenschule. Jede Schule verfügt über einen eigenen Eingang.


1855

gibt das Progymnasium erstmals Unterricht auf Englisch.


1856

Das Gesetz ordnet die Progymnasien unter die Sekundarschulen ein.


Das 1863 eingeweihte Mädchenschulhaus und spätere Progymnasium (Dufour-West)
Das 1863 eingeweihte Mädchenschulhaus und spätere Progymnasium (Dufour-West)

1860

Beschluss zum Bau einer Mädchenschule durch Architekt Hans Rychner.


1862

Grundsteinlegung vom Schulhaus Dufour-West als neues Mädchenschulhaus. Dabei wurde der Rest der noch vorhandenen Stadtmauer mit dem Klosterturm abgebrochen. Dr. med. Charles Neuhaus-Verdan errichtet 1870 mit den abgebrochenen Steinen des Klosterturms, den Turm in seiner Besitzung Elfenau.


1863

Einweihung der Mädchenschule. Die Schule bietet Platz für die Mädchenprimarschule und die burgerliche Mädchenschule.  Verlegung der Schulhöfe von der Nordseite auf die Südseite des Hauses.


1864

tritt die Burgergemeinde das Gebäude an die Einwohnergemeinde Biel ab.


1866

Eröffnung der 22,5 Meter langen und 12 Meter breiten Turnhalle.


Das 1871 umgebaute Knabenschulhaus (Dufour-Ost)
Das 1871 umgebaute Knabenschulhaus (Dufour-Ost)

1871

Umbau durch Architekt Zschokke mit neuem Stockwerk und Anbauten am Ost- und Westflügel. Mittelbau mit neuer Sandsteinfassade. Neue Aula zum Singen. 10 zusätzliche Schulzimmer. Abriss vom Roten Turm, einem Überrest der alten Stadtbefestigung. Beim Umbau wurde das Grabmal eines Johanniters freigelegt. Lange Zeit in einer Mauer eingelassen, verschwand dieser später mit der Einrichtung der Zentralheizung.


1872

Das Mädchenschulhaus geht in den Besitz der Einwohnergemeinde über.


1873

An die Turnhalle wird ein Arsenal für das Kadettenkorps angehängt.

 

1877

wird der Mädchensekundarschule eine französische Abteilung angegliedert.


1880 bis 1887

Das Progymnasium wächst von 5 auf 9 Klassen.


1882 

Als man  die angrenzende «Schulgasse» Richtung Osten verlängert und ausbaut, erhält sie neu den Namen «General-Dufour-Strasse». Von da an wird das Schulgebäude nur noch «Dufourschulhaus»  genannt.


1888

Der Dichter Robert Walser wird Schüler vom Progymnasium.


1889

Bisher geschah der Schulunterricht 71 Jahre in den alten Gemäuern vom Dufour-Ost. Als die 1863 im Dufour-West errichtete Mädchenschule in einen Neubau an der Neumarktstrasse zügelt, werden diese Lokalitäten nach einer Renovation dem Progymnasium zur Verfügung gestellt. Am 28. Oktober erfolgte der Einzug vom Progymnasium und einer Primarklasse. Schüler, deren Eltern in Biel wohnhaft sind, brauchen nicht mehr das Schuldgeld bezahlen.


1891

Adrien Wettach, später bekannt als Clown Grock, besucht das Progymnasium. Einrichtung einer ersten französischen Parallelklasse im Progymnasium.

 

1899
Etappenweiser Ausbau vom Progymnasium zum Gymnasium
Fürsprecher Stauffer, der Bruder des Malers Stauffer, will das Progymnasium in der Stadtratssitzung vom 13. März 1899 durch die Schulkommission zum Obergymnasium ausbauen. Der Stadtrat stimmt dieser Idee zu. Als Präsident der Schulkommission wirkt Otto Tscherter, Direktor der Volksbank Biel. Hauptförderer Rektor Jakob Wyss übernimmt alle Vorarbeiten. Auch der Kaufmännische Verein, der Verein Schweizerischer Geschäftsreisender, Sektion Biel, und der Handwerkerverein treten für eine Schule ein, die eine höhere allgemeine Bildung vermitteln soll und machen den Wunsch geltend, es möchte dem Gymnasium eine Handelsabteilung angegliedert werden. Diesen letzten Wunsch unterstützt auch der Verein für Handel und Industrie. [7]

1900
Die Schulkommission möchte bei den zuständigen Gemeindebehörden die Errichtung eines Obergymnasiums beantragen. Sie reicht am 12. Januar 1900 ihren ausführlichen Bericht zu den gesetzlichen Grundlagen, finanziellen Anforderungen und zur Organisation ein. Der Gemeinderat stimmt den Schlussforderungen der Schulkommission bei und überweist die Angelegenheit an den Stadtrat.


1901

Am 2. August 1901 beschliesst der Stadtrat einstimmig den Ausbau des Progymnasiums zum Gymnasium. Jedoch verlangt der Vorsteher des Finanzwesens, dass in Befolgung des Gesetzes über die Aufhebung der Kantonsschule geprüft wird, ob ein Bieler Gymnasium einem Bedürfnis entspricht. Dazu fordert er eine umfassende staatspolitische Untersuchung über die Frage, welchen Einfluss ein Bieler Gymnasium auf das jurassische Gymnasium, die Kantonsschule in Pruntrut, haben wird. Pruntrut darf wegen dem Gymnasium Biel der protestantische Teil des Berner Juras nicht verlieren. Trotz wiederholten Vorstellungen der Bieler Behörden, fasst der Regierungsrat keinen Entscheid.


1902

Rektor Jakob Wyss eröffnet das neugegründete Gymnasium mit 23 Schülern am 14. April ohne Regierungsbeschluss. Am 26. April 1902 stimmte der Regierungsrat zu, unter Aufnahme einer Schutzbestimmung für die Kantonsschule in Pruntrut, das Gymnasium beizubehalten.


1905

Die Schule zerfällt in eine Unter- und eine Oberabteilung; die erstere heisst Progymnasium, die letztere Obergymnasium. Das Progymnasium schliesst an das vierte Schuljahr der bernischen Primarschule an, umfasst fünf Jahreskurse und bereitet seine Schüler teils aufs praktische Leben, teils zum Übertritt in eine höhere Schulanstalt vor. Das Progymnasium besitzt eine deutsche und französische Parallelsektion.
Es gibt eine Literar- und eine Realabteilung. Die Literarabteilung will mit den alten Sprachen, die Realabteilung mit der neuen Sprachen, der Mathematik und der Naturwissenschaften arbeiten. Jedoch müssen die Schüler beider Abteilungen ihrer kleinen Zahl wegen und mit Rücksicht auf die geringen zur Verfügung stehenden Geldmittel in den meisten Fächern gemeinsam unterrichtet werden. Es gibt folgende Abteilungen:
1.) Eine Abteilung mit Latein und Griechisch als Kernfächer.
2.) Eine Abteilung mit Latein und neuen Sprachen als Kernfächer.
3.) Eine Abteilung mit neuen Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften als Kernfächer.
Alle drei Abteilungen haben gemeinsamen Unterricht in den Fächern Religion, Deutsch, Französisch, Mathematik, Geschichte, Geographie, Naturgeschichte, Physik, Chemie, Zeichnen und Turnen.


Vom 4. bis 12. Sept 1905 finden erstmals am Gymnasium die Maturitätsprüfungen statt. Zwanzig Schüler nehmen daran teil, acht von der literarischen und zwölf von der realistischen Richtung. [7]

 

1906

Das Gymnasium ist in drei Schulhäusern untergebracht: im bürgerlichen Schulhaus befinden sich die oberen Klassen, die übrigen im Mittelbau, der das Dufourschulhaus mit dem alten Progymnasium verbindet und eine Anzahl Klassen haben die Knabenprimarschule aus ihrem Schulhaus verdrängt.


Progymnasiumschüler Robert Walser.
Progymnasiumschüler Robert Walser.

1907

Renovation vom Knabenschulhaus Dufour Ost, das eine Warmwasserheizung  und zwei Treppenhäuser im West und Ostflügel erhält.


1908

erscheint Robert Walsers Werk «Tagebuch eines Schülers», wo der Dichter seine Sicht vom Alltag im Dufourschulhaus unter Rektor Wyss erzählt.


1910

ziehen Progymnasium und Gymnasium in das am 23. April eröffnete Gebäude an der Alpenstrasse.

 

 


Persönlichkeiten vom Progymnasium und 2. Gymnasium

Direktoren
- Johann Jakob ALBRECHT (1827-1897), Lehrer, Mundartdichter, Karikaturenzeichner
- Hans BLEUER (1906-1962), Historiker (Hauptdaten der Geschichte der Stadt Biel)

- Karl BRUNNER (1831-1881), Stadtarchivar von Aarau

- Albert Friedrich HALLER (1813-1882), Pfarrer, Gründer vom Armenverein Biel
- Jean Joseph HISELY (1800-1866), Geschichts- und Tellforscher (Recherches critiques sur l'histoire de Guillaume Tell)
- Peter KOCH (1813-1865), ertrunkener Direktor, Lehrer, Vorsteher vom Progymnasium-Pensionat
- Karl Robert PABST (1909-1873), politischer Flüchtling, Philologe, Schriftsteller (Der Veteran von Hofwyl)
- Johann Peter ROMANG (1802-1875), Ziegenhirt, Religionsphilosoph

- Jakob WYSS (1856-1931), Grossvater von Schriftstellerin Laure Wyss

 

Kommission
Julius Alfred BRONNER (1847-1897), Uhrenfabrikant, Amtsrichter, Stadtrat

 

Schulinspektor

Walther Ernst KASSER (1882-1976), Ehrenbürger von Spiez


Lehrer
- Berchtold AEBERHARDT (1872-1912), Bieler Geologe, Forscher erratischer Blöcke im Kanton Bern

- Rudolf Wilhelm ALTWEGG (1883-1971), Philologe, Literaturhistoriker, Hebelpreisträger

- Fritz ANTENEN (1867-1944), Geologe, Gymnasiallehrer

- Gottlieb CHRISTEN (1867-1954), Chemiker
- Emanuel Friedrich DENNER (1808-1868), Stadtschreiber, Vater von «Denner»-Gründer Cäsar Denner
- Abraham Adolf GERSTER (1811-1875), Philosoph, Pfarrer, Autor (Das Gefecht in Ruhsel)

- Robert GRAEUB (1866-1937), Gesangsdirektor, Förderer von Volksliedern

- Arthur GROSJEAN JUNKER (1886-1948), Oberstleutnant

- Jakob HAEUSELMANN (1822-1891), Graveur, Pionier der Bieler Fotografie
- Henrich HATTEMER (1809-1849), politischer Flüchtling, Sprachwissenschaftler
- Arnold HEIMANN (1856-1916), Bieler Sänger, Dramatiker, Volksdichter (Der Talgutbauer)
- August Christian HOLLMANN (1806-1876), politischer Flüchtling, Erziehungssekretär, Förderer von Kindergärten
- Gottfried ISCHER (1832-1896), Pfarrer, Namensgeber vom Gottfried-Ischer-Weg in Biel
- Heinrich Albert JAHN (1811-1900), Historiker, Archäologe (Kaisermünzen der Römerquelle Biel)
- Niklaus JAKOB (1820-1900), Lehrer, Schulinspektor, Botaniker
- Robert LANZ (1864-1931) Künstler, Zeichenlehrer, Sänger
- Albert MAAG (1862-1929), Schriftsteller (Geschichte der Schweizertruppen in neapolitanischen Diensten)
- Johann Friedrich MATTHYS (1842-1882), Pfarrer
- Karl MUELLER (1855-1916), Kriegsberichterstatter, Redakteur vom Bund

- Samuel NEUENSCHWANDER (1851-1920) 30 Jahre Lehrer am Progymnasium Biel

- Gebhard PFUND (1866-1961), Erdbebenopfer von San Francisco

- Henri PRETRE (1867-1930) Mathematiklehrer

- Adrian RENFER (1866-1962), Mitbegründer der Witwen- und Waisenkasse
- Alexis William SCHNEEBELI (1874-1947), Kinderbuchautor, Zeichner von Malanleitungen für Kinder
- Carl SPITTELER (1845-1924), Lehrer, Dichter, abgelehnter Nobelpreisträger

- Dr. August STEIGER (1874-1954), Gründer des Sprachspiegels, Mundartförderer im Duden

- Emil TEUCHER (1877-1948), Mathematiker

- Emil VAUCHER (1887-1953), 43 Jahre Lehrer am franz. Progymnasium Biel

- Jan VITAL (gest. 1949), Kunstmaler

- Traugott WERNLY KAESTLE (1883 bis 1947), Latein-Gymnasiallehrer, Pädagoge

- Albrecht WINZENRIED (1858-1939),  Gymnasiallehrer


Schüler

- Hans AEGERTER (1890-1976), Oberförster von La Neuveville

- Hermann AEGLER (1874-1944), Direktor der Aegler SA Uhrenfabrik Rolex

- Eduard AMSLER (1882-1937), Gerichts- und Altstadtleistpräsident

- Emil ANDRES (1887-1947) Lehrer, Buchdrucker, Oberleutnant, Bühnenschriftsteller

- Max BAUMANN (1887-1948), Schuldirektor, Gründer und Dirigent der Musikschule Biel

- Heinrich BAUMGARTNER (1846-1894) Pfarrer in Brienz, Gründer der Holzschnitzlerschule Brienz

- Georg BECKER (1834-1928), Komponist, Musikwissenschaftler

- Hans BERCHTOLD (1894–1975), Bieler Progymnasiallehrer, Pädagoge, Autor, Aquarellist, Kunsthistoriker
- Fritz BLOCH (1890-1967) Regisseur, Schauspieler, Förderer der Liebhaberbühne Biel

- Hermann BODER (1890-1933), Bieler Gymnasiallehrer, Stadtrat, Sprachwissenschaftler, Pädagoge

- Werner BOURQUIN (1891-1977), Stadtarchivar, Journalist, Historiker (Biel stadtgeschichtliches Lexikon)

- Aurèle GERMIQUET (1882-1919), Sekundarlehrer von Saint Imier

- Otto GLOOR (1890-1959), Kunstmaler
- GROCK (1880-1959), Clown

- Georges Albert GROSJEAN (1888–1977), Progymnasiallehrer, Sportler, Bieler Feuerwehrkommandant

- Gottlieb HAUSER (1883-1963), Generalagent der «Schweizer Uhrmacher Genossenschaft Alpina»

- Ernst HERDI, Dr. phil. (1890-1974), Direktor der Kantonsschule Frauenfeld, Historiker

- Hans HOTZ (1894-1959), Kunstmaler, Schnitzer

- Ernst HUBACHER (1888-1963), Pfarrer, Religionslehrer am Gymnasium Bern

- Hermann HUBACHER (1885-1976), Künstler

- Fritz Emanuel HUGUENIN (1888-1939), Zifferblattfabrikant

- John HUGUENIN HESS (1886-1950), Mitglied vom Altstadtleist
- Johann Jakob KUMMER (1828-1913), Direktor des eidgenössischen statistischen Büros und Versicherungsamtes

- Eduard LANZ (1886-1972), Architekt, Pionier des genossenschaftlichen Wohnungsbaues

- Willy LANZ (1888-1924), Arzt, Pionier auf dem Gebiet der Lungenchirurgie

- Emil LANZ BLOESCH (1851-1926), Spitalarzt, Förderer der Forschungen in Petinesca

- Emil MEYER (1886-1972), Archivadjunkt und Stellvertreter des Staatsarchivars vom Staatsarchiv Bern, Historiker

- Friedrich MIESCHER I (1811-1887), Arzt, Lehrer für Pathologie und Anatomie, Naturforscher
- Hans Johann Rudolf MOSER (1871-1946), Gerichtsaktuar, Maler vom Fahnenträger am Bieler Besentürli

- Armin MUELLER (1855-1945), Chef der internationalen Polizei in Marokko

- Arnold MUELLER (1856-1928), Oberförster der Burgergemeinde Biel, Offizier

- Hans RYSER (1876-1934), Chefarzt der medizinischen Abteilung vom Bezirksspital Biel

- Hans SCHOECHLIN (1893-1978), Architekt, Technikumsdirektor, Olympiasieger

- Karl SCHOECHLIN (1894-1974), Olympiasieger im Rudern

- Eugen SCHUERCH (1889-1925), Kunstmaler

- Julius Alfred SCHUERCH ALLEMANN (1884-1928), Baumwollhändler

- Fernand SCHWAB (1890-1954), Historiker

- Albert STEINER (1861-1927), Bieler Kreiskommandant, Major und Forstkassierer der Burgergemeine Biel

- Werner STEINER (1889-1942), Minister, Schweizerischer Sonderbeauftragter für Schutzmachtangelegenheiten

- Edouard TIÈCHE (1843-1883), Jurassischer Poet, Botaniker und Französischlehrer

- André VAUCHER (1891-1966), Direktor der Uhrenfabrik Recta

- Maurice VAUCHER (1887-1957), Pfarrer, Direktor der Uhrenfabrik Recta, Präsident der F.H.
- Robert WALSER (1878-1956), Spaziergänger, Dichter (Tagebuch eines Schülers)
- Jakob WYSS (1841-1913), Regierungsstatthalter, Uhrenfabrikant (Uhrenfabrik Wyss & Verdan)

- Karl ZIGERLI JAEGGI (1879-1940) Bijoutier, verlor die Eltern beim Untergang der Neptun

- Paul Caesar ZIMMER (1872 -1952), Gründungsmitglied und Vizepräsident vom Altstadtleist

 


Primarschule (ab 1910) und kaufmännische Fortbildungsschule


1910

Im Dufourschulhaus Ost ist die Primarschule und die kaufmännische Fortbildungsschule untergebracht. Seit 1868 organisiert ein kaufmännischer Verein Fortbildungskurse, die durch das Lehrlingsgesetz 1905 obligatorisch werden. Zudem  findet in der Aula der Zeichnungsunterricht der Gewerbeschule statt.


1912

G. Feller demissioniert als Schulverwalter vom Dufour-Ost. An dessen Stelle tritt  A. G. Zigerli. Im Ostgebäude wird eine Suppenanstalt eingerichtet. Erstellung eines neuen Bodens im Vestibule und in den Gängen im I. Stock.[5]


1914

Die Kaufmännische Fortbildungsschule sucht neue Lokalitäten. Das Ostgebäude ist zu klein für Klassen über 12 Schüler, wie sie in der Schule  zur Regel geworden sind. Umbauten: Ersetzen des baufälligen Glasdaches im inneren Lichthof durch eine neue Konstruktion. Erstellen eines Kellers unter der Garderobe der Turnhalle für den Abwart.[5]


1915

Eine Bäckerkompagnie ist Dufourschulhaus untergebracht und beanspruchte dort 12 Zimmer.


1917

sind in Biel alle Primarschulhäuser vom 24. Januar bis 12. März mit Truppen belegt, so dass der Unterricht gänzlich eingestellt wird. Im Dufourschulhaus wird ein Lokal zu Handfertigkeitszwecken eingerichtet.[5]


1918

Ein heftiges Auftreten der Grippeepidemie bei den Truppen und bei der Zivilbevölkerung machte die Einrichtung von Notspitälern notwendig. Die beiden Gebäude vom Dufourschulhaus dienen als Militärlazaret.[5]


Wohnort obdachloser Familien (1919-1921)


1919

Nachdem das Dufourschulhaus jahrelang militärischen Zwecken gedient und während der Mobilisationszeit stark gelitten hatte, wird es repariert. Aufgrund grosser Wohnungsnot werden im Schulhaus vier obdachlose Familien untergebracht. Den Familien steht nur ein Zimmer zur Verfügung, welches als Koch- Esszimmer und Schlafzimmer zugleich dienen muss. Eine grosse Anzahl Klassen musste deshalb in  andere Schulzimmer und Schulhäuser verlegt werden. 1920 kamen 10 weitere Familien dazu. Ende 1920 verblieben noch 3.  Durch Erstellen von Wohnbaracken konnten 1921 die Notwohnungen im Dufourschulhaus aufgehoben und die beschlagnahmten Schulzimmer wieder dem Schulbetrieb zurückgegeben werden. 22 Jahre später ist wieder Wohnungsnot: 1943 werden im Estrich vom Dufour-Ost für 17,000 Franken 10 Zweizimmer-Notwohnungen für Obdachlose erstellt.[5]

1920

erhält das Dufour-Ost eine elektrischen Beleuchtung.


1921

Die Stelle des verstorbenen  Zigerli, Schulverwalters vom Dufour-Ost,  übernimmt Ernst Fink.

 


Näh- und Strickstube


1922

Die Näh- und Strickstube, die 1920 eröffnet wird, zieht Ende November 1922 ins Dufourschulhaus. Die Zahl der Arbeiterinnen beträgt durchschnittlich 70. Manche arbeitslose Tochter, wird in diesem Betriebe soweit ausgebildet, dass sie nun die Kleider und die Wäsche für ihren Bedarf selbst anfertigen können. Unter anderem werden ein grosses Quantum Kinderkleidchen für die bedürftige Schuljugend angefertigt.[5]

 
1924 bis 1926

wird das Schulhaus wieder einmal renoviert: Im Westbau ist es das Treppenhaus, die Gänge und Galerien, 2 Schulräume und Lehrerzimmer, die Vorhalle erhält einen neuen Asphaltboden in der Vorhalle und die Hoffassade wird repariert. Im Ostbau wird ein Treppenlauf erstellt. 1925 erfolgt im Ostbau die Renovation der Nordfassade. Die Mauer zwischen den Schulhöfen wird entfernt und die Brunnenanlage im Schulhof umgeändert. Die Fassaden vom Westbau wurden vollständig renoviert.[5]


1932

Vor 70 Jahren fand die Grundsteinlegung fürs Dufour-West statt.


1934

findet vom 25. September bis 7. Oktober 1934 in der Aula eine Schülerzeichenausstellung statt. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die neuere erzieherische Gestaltung des Zeichenunterrichtes durch den in Schulkreisen bekannten Methodiker Rothe aus Wien.[5]


1942

Einrichtung einer Schülerbibliothek im Westbau.

 

1948

Die Turnhalle beim Dufourschulhaus wird von der städtischen Volksküche benützt, deren Platzverhältnisse immer kleiner werden. Am 3. Juni 1957 verlegte die Volksküche ihren Betrieb in den von Arch. P. Born erstellten Neubau an der Alexander Schöni-Strasse.[5]


1950

Im Westbau wird im Zeichnungssaal eine Kinokabine eingebaut.


1971

wird eine Auskunftsstelle für Gastarbeiter von schulpflichtigen Kindern eröffnet.

 

Werkjahre (1976-1994)

1976

werden  als Massnahme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit die Werkjahre im Dufour-West eingeführt. Sie sind eine öffentlich anerkannte Vorlehrinstitution, ähnlich der Gewerbeschule. In einem freiwilligen, 10. Schuljahr, bereiten sich Schüler  der Region Biel auf ihr späteres Berufsleben vor.  Das Schulprogramm umfasst zwei Richtungen. Ein Kurs ist für handwerklich Interessiertem, der andere für Berufe aus dem Tertiärbereich. 1994 ziehen die Werkjahre um ins Dufour-Ost, da die Klassenzimmer für die obligatorische Schulzeit im Moment nicht benötigt werden.


1978

stirbt Frieda Ruprecht-Lüthy, Lehrerin im Dufourschulhaus und Mitbegründerin der Krankenkasse Konkordia.


1982

Sanierung vom Dufour-West.


1983

Umbau vom Dufour-West für SAWI.


1985

wird das Dufourschulhaus ins Inventar schützenswerter Objekte aufgenommen.

 

1990

Der Umbau im Dufour-West für das Schweizerische Ausbildungszentrum für Natur- und Umweltschutz (SANU) wird abgeschlossen.[5]


2001

Der schlechte Zustand vom Gebäude Dufour-Ost verlangt eine baldige Sanierung.

 

2020
Mit der Abstimmung von 27. September 2020 genehmigt das Bieler Stimmvolk den Kredit zur Gesamtsanierung. Sie beginnt am April 2021 und dauert bis 2022.

2023
Nach der Durchführung eines Wettbewerbs für Kunst am Bau kreiert Künstler Dimitri Bähler für Dufour-Ost 6 Glocken die den Rhythmus des Schulalltags bestimmen.

 



Quellen/Sources: 1) «Rénovation totale de l’École Dufour : inauguration et journée portes ouvertes» in biel-bienne.ch, abgerufen 17. 9. 2022; - 2) Kantonale Denkmalpflege Bern, Bauinventar der Stadt Biel 2003; - 3) Stadt Biel: Inventar schützenswerter Objekte, Stadtplanungsamt Biel 1985, S. 28ff;  4) Jacob Wyss, Die alten Wohnstätten des Gymnasiums in Biel zur Erinnerung an den in Frühling 1910 erfolgten Umzug dieser Anstalt, Biel, 1910, S. 3ff; - 5) Geschäftsbericht der Stadt Biel; 6)  «Die Junge Schweiz» in Bieler Tagblatt, 7. Mai 1932, S. 1; - 7) Dr. Hans Fischer nach Quellen von Jakob Wyss, 25 Jahre Gymnasium Biel 1902 - 1927, Biel, 1927, S. 5ff (Staatsarchiv Bern); - 8) Abteilung Hochbau Biel, «Sechs Glocken verbinden Kunst und Architektur im sanierten Dufourschulhaus» in Medienmitteilung der Stadt Biel-Bienne, 10. 5. 2023; - 9) Marco Amstutz, Jonathan Frey, Biel, General-Dufour-Strasse 22: Stadtturm, Spital, Schulhaus» in Archäologie Bern: Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern, 2023, S. 70f