Die Spezereihändler-Familie Zimmer

 

Mit dem Aufschwung der Uhrenindustrie entstanden in Biel Spezereihandlungen, die Waren aus aller Welt anboten. Kein Geschäft bestand jedoch so lange wie das der Familie Zimmer, das über vier Generationen hinweg geführt wurde. Durch den Verkauf von Besen wurden sie zu den Namensgebern der Bäsetöri. Die Familienmitglieder waren passionierte Fasnächtler und machten sich als Kunstmaler, Oberturner und im Militär einen Namen. Mehrere Kinder der erfolgreichen Familie besuchten das Dufourschulhaus (Progymnasium und Primarschule). Das Geschlecht der Zimmer stammt aus Deutschland. Es burgerte sich 1815 mit Johann Heinrich in Dättwil (AG) und 1873 mit Ernst Cäsar in Biel ein.[5]

 

Samuel Zimmer (23.02.1751-11.03.1824)), Miniaturmaler, Universitätszeichenmeister in Göttingen

Der in Hamburg wohnende Kaufmann Johann Samuel Zimmer heiratete am 30. Juni 1746 Magdalene Winkelmann (26.04.1706-8.12.1792). 1751 kam sein gleichnamiger Sohn Johann Samuel Zimmer in Hamburg zur Welt, wo er mit zwei Geschwistern in einem kunstinteressierten Elternhaus aufwuchs. Der Vater besass eine kleine Gemäldesammlung. Samuel war zeichnerisch talentiert, musste aber einen «soliden Beruf» erlernen. Er begann ein Jurastudium in Rostock, immatrikulierte sich 1771 und wechselte 1772 nach Göttingen, wo er bis zum Wintersemester 1773/74 Jura studierte. In seiner Freizeit zeichnete er.[13]


Einzug der Studenten in Göttingen von Johann Samuel Zimmer, 1790. Kupferstich von Ernst Ludwig Riepenhausen.

Foto: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Deutsche Digitale Bibliothek.de, BY-SA 3.0 

 

Malerkarriere
Er erhielt seinen ersten Zeichenunterricht in Hamburg bei Johann Adolf Koch. Anschliessend lernte er Miniaturmalerei bei Carl Friedrich Wilhelm Richard (1725–1770) sowie Ölmalerei bei Georg Norwid (1709-1794) und Johann Jacob Tischbein (1725–1791). Samuel kam mit dem Anthropologen Johann Friedrich Blumenbach in Kontakt, der ihn als Zeichner für das 1773 gegründete Akademische Museum engagierte.[13] Er fertigte wunderschöne naturkundliche Zeichnungen für Blumenbachs Publikationen an. Daraufhin erhielt er ein Angebot der holländischen Universität Harderwijk, welches er jedoch ablehnte.[6] Auf Empfehlung Blumenbachs erhielt er 1790 die Stelle eines Universitätszeichners für anatomische Objekte in Göttingen. Ab 1795 unterrichtete er auch als Lehrer der Schönen Wissenschaften und Künste. 1813 liess er sich als angestellter Zeichner am Akademischen Museum in die Matricula illiteratorum der Universität eintragen.[13] Die Hamburger Künstlernachrichten nannten ihn «einen vortrefflichen Zeichner». Samuels Onkel war der taubstumme Miniaturmaler Wilhelm Zimmer. Er kam nie in den Genuss eines Schreib- und Malunterrichts, fand jedoch auf geniale Weise andere Wege der Kommunikation. In den Briefwechseln seiner Freunde und Verwandten erzählte er seine Gedanken in Bildern. 1768 starb Wilhelm Zimmer in seiner Geburtsstadt Rostock.[10]

Familienleben
Nach der Geburt dreier unehelicher Kinder – Johann Heinrich Ehrenfried Zimmer (13.10.1773-4.2.1851) sowie zwei weiteren, geboren 1776 und 1778 – heiratete Samuel 1779 Maria Christina Elisabeth Gast (28.5.1750-25.2.1824), obwohl sein Vater gegen diese Ehe war. In Göttingen war auch die deutsche Miniaturmalerin Dorothea Schwartz (1785-1856) tätig, die Tochter des Bildnismalers Johann Christian August Schwartz. Auf der Galerie zu Dresden, wo sie sich eine Zeitlang aufhielt, vertiefte sie ihre Kenntnisse. Sie malte schöne Bildnisse in Öl und Pastell sowie Landschaften. Samuel Zimmer entschloss sich, sie zu heiraten. Nach dessen Tod heiratete Dorothea Schwartz ihren Cousin, den Maler Joseph Dantieux.[8] Auch Tochter Marie Zimmer war als Schülerin ihrer Eltern künstlerisch tätig. Unter anderem malte sie am 7. November 1852 das Bild Landhaus mit Park, welches ein klassizistisches, villenartiges Haus mit Garten und Baumallee zeigt. [24] Von der meist in Pastell malenden Marie befinden sich zwei Bildnisse ihrer Mutter Dorothea und ihres Stiefvaters Dautieux sowie ein von diesem gemaltes Porträt von ihr in Braunschweiger und Göttinger Privatbesitz.[25] 1792 starb seine Mutter Magdalena im Alter von 86 Jahren an Leibesschwachheit. Von ihren beiden verheirateten Kindern, eines war gestorben, sah sie 17 Kindeskinder und 3 Urenkel.[28]

Werke von Samuel Zimmer (Auswahl) 
Städtisches Museum Göttingen: Elf Aquarellzeichnungen, Hirtenszene (1790), Zwei Landschaften, Kuhherde, Zwei Frauenköpfe, Endymion, Graphit. [13] Deutsche Digitale Bibliothek, online: Einzug der Studenten in Göttingen (1790), Zwei Männer mit Turban im Gespräch, Volk vor Turmruine, Porträt von Johann Friedrich Blumenbach. Hamburger Kunsthalle, online: Tanzendes Paar.


Heinrich Zimmer (13.10.1773-4.2.1851), Radierer und Zeichenlehrer

Johann Heinrich Ehrenfried Zimmer kam 1773 als Sohn von Samuel Zimmer und Magdalene Winkelmann in Rossdorf bei Göttingen zur Welt. Von seinen Eltern lernte er das Aquarellzeichnen und wurde in Göttingen Schüler von Riepenhausen. Nach einem Aufenthalt in Stuttgart kam er 1799 als Reisebegleiter eines Herrn von Gremmling in die Schweiz. In Interlaken fand er eine Anstellung beim Kunstmaler Franz Niklaus König (1765-1832), dessen Schwägerin Elisabeth Wyss er am 27. August 1803 in Ringgenberg heiratete.[5] Das Paar hatte fünf Kinder:

  • Maria Louisette Zimmer (getauft am 19.8.1804)
  • Sophie Magdalena Zimmer (getauft am 17.11.1805)
  • Gottlieb Friedrich Zimmer (getauft am 14.2.1808)
  • Carl Friedrich Christian Zimmer (3.6.1810-25.7.1882). Heirate am 19.10.1838 Margaretha Roth (9.12.1817-19.7.1850) von Flumenthal
  • Marie Sophie Elisabeth Zimmer (getauft am 22.3.1812). Heiratete am 14.3.1841 Johann Friedrich Gerwer, Pfarrer in Adelboden.[9]

Heinrich Zimmer half seinem Schwager König dabei, Landschaften im Stil von Äberli und Auderer zu ätzen und zu kolorieren. Von 1810 bis 1815 unterrichtete er als Zeichnungslehrer an der öffentlichen Schule in Zofingen. Von dieser Stadt gab er zwei radierte Ansichten heraus. Viele seiner Zeichnungen stammen von interessanten Orten aus der Umgebung. 1810 nahm er an der Kunstausstellung Bern mit dem Bild Die Mühle in Wilderswil teil. Leider besass er keinen Heimatschein und war auch nicht in der Lage, einen solchen Ausweis zu beschaffen. Laut einem Schreiben des Rates vom 16. Februar 1815 musste er den Kanton verlassen, trotz des Protests vieler Eltern.[9] Am 21. Juli 1815 erwarb Heinrich das Burgerrecht von Dättwil im Kanton Aargau. 1817 wurde er Zeichenlehrer am Fellenbergschen Institut in Hofwil, während seine Familie sich in Gümlingen niederliess. Dann zog er 1829 nach Bern, wo er an den öffentlichen Schulen Berns Unterricht gab und als Maler lebte. Seine Werke signierte er meist mit «H. Zimmer». 1838 kam sein Sohn Carl als Kaufmann von Bern nach Biel. 1848 zog Heinrich zu ihm.[5]

Werkauswahl
Zwei Aquarelle mit der Stadtansicht von Zofingen (1811); zwei Bauernhäuser im Kanton Bern (Auktion Stuker 1965). Die kolorierte Lithographie der Berner Lateinschule von Osten, 1835 (Auktion Stuker 1976); ein Bauernhaus in der Umgebung von Wilderswil (Auktion Stuker 1994). Das NMB Neues Museum Biel besitzt zwei Trachtenfiguren als Umrissradierungen (Auktion Struker 1990).[5] 


Die «Spezereihandlung C. Zimmer» - ein Familienbetrieb

 

Carl Zimmer, 1810-1882, Gründer der Firma 1839. Foto: zvg
Carl Zimmer, 1810-1882, Gründer der Firma 1839. Foto: zvg

Carl Zimmer-Roth (3.6.1810-25.7.1882), Kaufmann, Maler, Gründer des Spezerei- und Farbwarengeschäft «C. Zimmer».
Vertreter der 1. Generation der Spezerei Zimmer (1839 bis 1864)

Carl Friedrich Christian kam 1810 in Dättwil als Sohn von Heinrich und Elisabeth Zimmer zur Welt. In Laupen arbeitete er als Amtsschreiber und beschäftigte sich nebenbei mit Zeichnen. 1839 wurde er Einsasse in Biel.[5]

Schon am 1. Januar 1839 gründete er in der Bieler Altstadt das Spezerei- und Farbwarengeschäft «C. Zimmer». Dieses Gründungsjahr war auch auf den Inseraten vermerkt. Der Laden befand sich im Haus Baillard (heute das Restaurant Pfauen), an der Ecke Ring/Obergässli 12. Erste Qualität zu angemessenen Preisen sowie eine individuelle, freundliche Bedienung machte die Familie Zimmer zu ihrem Grundprinzip. Carl heiratete am 19. Oktober 1838 Margaretha Roth (9.12.1817-19.7.1850) von Flumenthal im Kanton Solothurn. Das Paar hatte vier Kinder:

  • Friedrich Alexander Karl (4.9.1838-28.5.1910). Heiratete am 22.2.1864 Katharina Weber von Pirmasens (5.9.1841-28.9.1909) K: Elise (22.2.1865-4.10.1868), Anna Maria (geb. 9.4.1868), Margaretha Martha (17.4.1871-5.9.1908), Ludwig Paul (31.3.1873-16.9.1936).
  • Fritz Albrecht (14.12.1839-7.4.1911). Heiratete am 19.11.1861 Paulina Spalinger von Marthalen (1.9.1841-7.4.1911).
    K: Pauline Sophie (15.11.1862-9.4.1911)
  • Ernst Cäsar (26.6.1842-28.1.1901). Heiratete am 26.5.1865 Marie Josephine Amalia Moser (1.4.1841-14.2.1920) von Biel. K: Paul Cäsar (12.4.1872-8.3.1952)
  • Louise Sophie Elisabeth (3.5.1846-19.12.1924), Heiratete am 26.8.1866 den Handelsmann Jules Heinrich Rupp (13.9.1831-6.6.1895) von Eriz. K: Sophie Marie Rupp (geb. 17.9.1867), Anna Elise Rupp (13.2.1869-16.3.1939), Luise Bertha Rupp (12.7.1870-27.3.1939), Charles Jules Rupp (3.11.1872-11.9.1937), Henri Gaston Rupp (24.9.1874-Juni 1916), Robert Otto Rupp (4.2.1877-27.4.1878), Ida Emma Rupp (19.7.1878-17.10.1918), Robert Otto Rupp (13.5.1880-20.9.1910) [9]  

Alle drei Söhne besuchten das Bieler Progymnasium, das damals vier Klassen mit insgesamt rund 100 Schülern umfasste. Das Geschäft handelte unter anderem mit Birkenbesen, Farben, Fischhäuten sowie Nahrungsmitteln wie Eiernudeln, Perlgerste, Maisgriess, gewässertem Stockfisch, Düsseldorfer Senf, Birmenstörfer Bitterwasser, Basler und Bordeauxzwetschgen. Darüber hinaus wurden verschiedene Drogerieartikel angeboten, darunter Wurmzeltchen gegen Eingeweidewürmer, Cachou-Täfeli gegen Husten, Augenbalsam und Wanzenvernichtungsmittel. Das Geschäft entwickelte sich rasch. Als zusätzlichen Erwerb erledigte er nebenbei für andere die Buchhaltung und verschiedene Büroarbeiten.[9]

  


1. Standort: Ecke Ring/Obergässli 12 (1839-1845). 2. Standort: Burggasse 31 (1845-1967).

 

Das Haus beim Bäsetöri
Am 15. Mai 1845 erwarb Carl Zimmer das «Wohnhaus am Burgthürlein» an der Burggasse 31 vom Metzgermeister Friedrich Marti. Es grenzt gegen Bisen und Sonnen an die Gasse, gegen Wind an die Stadtkanzlei und gegen Berges an die Burggemeinde. Die kantonale Denkmalpflege Bern schreibt: «Erbaut 1471; 1736 Neubau oder Umbau für Peter Witzig; Aufstockung und Erweiterung (Rieg) im 18. Jahrhundert; Neubefensterung im 19. Jahrhundert; Restaurierung 1986/87.»Bei diesem Burgtor stellte die Spezereihandlung Zimmer stets Birkenbesen zum Verkauf aus, wodurch das Burgthürlein seinen heutigen Namen «Bäsetöri» erhielt.[20]   

  

1850 verlor Carl nach einer zwölfjährigen Ehe seine Frau Margaretha, woraufhin seine Schwägerin die Erziehung der Kinder übernahm. Sein Sohn Ernst Cäsar führte den Betrieb ab 1864 weiter. Carl Friedrich starb am 25. Juli 1882 im Alter von 72 Jahren.


Karl Zimmer-Weber (4.9.1838-28.5.1910), Offizier, Kassier der Vorsichtskasse der Bieler Uhrmacher
Schüler vom Progymnasium von 1849 bis 1853.

Der Handelsmann Karl Friedrich Alexander, Sohn von Carl und Margaretha Zimmer, wurde 1838 geboren. Ab 1872 war er Bürger von Biel. In Twann heiratete er am 22. Februar 1864 Katharina Weber (5.9.1841-28.9.1909) von Pirmasens, Rheinpfalz. Zu ihren Kindern zählten:

  • Elise Zimmer (22.2.1865-4.10.1868)
  • Maria Anna Zimmer (geb. 9.4.1868). Heiratete am 28.10.1903 Karl Felix Berthold Gremmels (18.7.1872-21.11.1933), Techniker, von Sonderhausen, Thüringen
  • Margaretha Martha Zimmer (17.4.1871-5.9.1908). Heiratete am 4.9.1899 Arman Joseph Moullet (geb. 4.3.1872), Kaufmann, von Rossens (Freiburg) in Marseille. K: Charles Moullet (geb. 7.6.1900), Anna Violette Moullet (geb. 18.7.1906-1949)
  • Ludwig Paul Zimmer (31.3.1873-16.9.1936), Kaufmann. Heiratete am 6.9.1902 Emma Ruch Mina (2.10.1880-5.8.1903) von Biel, 2.7.1920, Klara Hediger (geb. 26.6.1885) von Basel und Reinach.  K: Marguerite Mina (17.7.1903)

Karl begann seine militärische Karriere als Offiziersaspirant. Er wurde 1861 zweiter Unterleutnant, 1865 erster Unterleutnant im Auszüger-Infanteriebataillon Nr. 67, 1867 Oberleutnant und 1871 schliesslich Hauptmann im Bataillon 16. Im Untergässli 93 (alte Nummer) führte er ein Uhrengeschäft.

   

Sekretär und Kassierer der «Société de Prévoyance des horlogers de Bienne», Geschäftsführer der «Vorsichtskasse Biel»

 

Inserat vom Tagblatt der Stadt Biel, 13.7.1865

 

Auf Anregung des jüdischen Uhrenfabrikanten Louis Gerson wurde am 4. Juli 1858 die «Société de Prévoyance des horlogers du district de Bienne» (Uhrmachervorsichtskasse) gegründet. Louis Gerson: «Die Einführung der Uhrmacherei in Biel, einer der wichtigsten Gründe für den Wohlstand und die Entwicklung, die dieser Ort in den letzten Jahren erfahren hat, zog viele Menschen aus dem Jura an, sowohl aus dem Kanton Neuenburg als auch aus dem Kanton Bern.» Doch auch hier blieb die Uhrenindustrie von einer Krise nicht verschont. Gerson: «Der Mangel an Arbeit und die Geldknappheit der Hersteller, die ihre Arbeiter oft mit Schecks und Gutscheinen mit langer Laufzeit bezahlen mussten, brachten die Uhrenarbeiter in finanzielle Schwierigkeiten. Viele von ihnen dachten in Zeiten des Wohlstands nicht daran, etwas zu sparen, um für schlechte Zeiten vorzusorgen. Diese Gutscheine und Banknoten, die die Hersteller mit zu langen Laufzeiten ausstellen mussten, konnten teilweise nur zu fast unglaublichen Wucherzinsen platziert werden, sodass die armen Arbeiter einen Teil ihres Lohns verloren sahen.»[29] Werner Bourquin: «Die Vorsichtskasse ermöglichte es den Uhrmachern, ihre Ersparnisse zinstragsend anzulegen und ihnen auf Wechsel, Obligationen und sonstige solide Sicherheiten Kredite zu gewähren. Das Ziel war den Gewerbe- und Handwerkerstand nach zu fördern.»[30] Louis Gerson war Präsident, Karl Zimmer Sekretär und Kassierer. Die «Société de Prévoyance des horlogers du district de Bienne» wurde 1869 in die «Vorsichtskasse Biel» umgewandelt. Dort wirkte Karl Zimmer als Geschäftsführer. 

  

Karl Zimmer war Mitglied in der Kommission der Narrhalla (später Faschingszunft Biel). Inserat vom Seeländer Boten, 15.2.1877

 

Karl Zimmer engagierte sich politisch im Bieler Stadtrat. 1874 sass er im Bieler Hilfskomitee für Bözingen, nachdem ein Brand 400 Personen obdachlos gemacht hatte. 1875 wurde er vom Burgerrat in die Kommission der Bieler Wasserversorgung gewählt. 

Inserat vom Tagblatt der Stadt Biel, 24.6.1894
Inserat vom Tagblatt der Stadt Biel, 24.6.1894

Zusammen mit seinem Bruder Cäsar Zimmer-Moser leitete er unter dem Namen «Gebrüder Zimmer» ein Lagerhaus-, Kommissions- und Speditionsgeschäft am Bahnhof Biel. Offenbar hatte sein Geschäft eine Anziehungskraft auf Jugendliche: 1881 verschafften sich einige durch ein Fenster Zugang zum Güterschuppen, um sich einen Bordeaux zu genehmigen. Ihr betrunkener Zustand auf dem Heimweg führte zur Aufdeckung dieser Tat. 1883 erfolgte ein weiterer Einbruch, bei dem 36 Kilogramm Reis und 20 Kilogramm brauner Zucker entwendet wurden. Ab 1885 führte Karl das Geschäft unter dem Namen «Zimmer-Weber» alleine weiter und verband es mit einer Baumaterialienhandlung. Er starb am 28. Mai 1910 im Alter von 72 Jahren.


Marie Zimmer, 1841-1920
Marie Zimmer, 1841-1920
Cäsar Zimmer, 1842-1901
Cäsar Zimmer, 1842-1901

 

Cäsar Zimmer-Moser (26.6.1842-28.1.1901), Turn- und Schwimmlehrer am Progymnasium Biel, Kadetteninstruktor, Hauptmann
Schüler vom Progymnasium von 1852 bis 1856
Vertreter der 2. Generation der Spezerei Zimmer ab 1864

Ernst Cäsar, Sohn von Karl Zimmer und Margaretha Rot heiratete in Twann am 26. Mai 1865 Joséphine Amalie Marie Moser (1.4.1841-14.2.1920) von Biel.

Zu ihren Kindern zählten:

  • Marie Caroline Zimmer (2.10.1867-1961). Heiratete am 16.5.1890 Gebhard Pfund (18.9.1866-1961), Turnlehrer am Progymnasium Biel, von Unterhallau. Wanderte 1904 mit Frau und Tochter nach Amerika aus. Dort Turnlehrer der kalifornischen Staats-Universität Berkeley.  K: Roseli Pfund (geb. 18.3.1891), Gebhard Pfund (30.9.1893-20.5.1896)
  • Laura Rosa Zimmer (11.1.1869-12.10.1940). Heiratete am 5.8.1898 Friedrich Robert Herrsche (25.4.1868-19.2.1933) Kaufmann, Abteilungsleiter bei der BKW, von Biel und Oberkirch. K: Elsa Laure Hersche (geb. 10.8.1899).
  • Laura Anna Zimmer (24.12.1870-10.7.1900)
  • Paul Cäsar Zimmer (geb. 12.4.1872-8.3.1952). Heiratete am 8.6.1905 Fanny Emma Baehni (14.9.1876-2.3.1960). K: Jean Cäsar Zimmer (13.7.1906-24.1.1974), Robert Paul Zimmer (7.12.1907-1.11.1972), Rosa Emma Zimmer (21.12.1908-4.8.1992)

Am 25. Februar 1864 übernahm Ernst Cäsar das Geschäft «C. Zimmer» und führte es unter Hochhaltung des Qualitätsprinzips zu weiterer Blüte. Seine Frau Marie arbeitete 55 Jahre lang mit und führte zudem den Haushalt. Wenn man bedenkt, dass das Geschäft täglich geöffnet hatte und unter der Woche um 22:00 Uhr sowie samstags um 23:00 Uhr Ladenschluss war, handelte es sich um ein grosses Arbeitspensum. Für Ferien blieb keine Zeit. [9] Am 15. März 1873 wurde ihm vom Berner Grossrat mit 96 zu 4 Stimmen das Ortsburgerrecht von Biel zugesichert.[7]

  

Passionierter Turner und Turnlehrer der Bieler Schulen
Der sportbegeisterte Ernst Cäsar erhielt in seiner Jugend mehrere Auszeichnungen vom Bieler Stadtturnverein. Er brachte es zum Kranzturner, Oberturner und schliesslich zum Präsidenten des Stadtturnvereins.[9] Preise erhielt er u.a. beim Bezirksturnfest in Biel 1860 (Kunstturnen und Gehrwerfen), beim Eidgenössischen Turnfest in Basel 1860 (Kunstturnen), beim jurassischen Turnfest in Delsberg 1862 (2. Preis im Kunstturnen) und beim Berner Kantonalfest in Biel 1862 (1. Preis im Gehrwerfen). Als Kampfrichter beteiligte sich Cäsar Zimmer am Kantonalturnfest in Grenchen (1865), am bernischen Kantonalturnfest in Thun (1868), am Preisturnfest in Grenchen (1875) und am Seeländischen Bezirksturnfest in Nidau (1876). 

  

Turn- und Schwimmlehrer am Progymnasium Biel
1864 wurde er als Turn- und Schwimmlehrer ans Progymnasium Biel berufen. Ab 1865 leitete er dort als Nachfolger von Hauptmann Düby mehrere Jahre lang das Kadettenkorps und das jährliche Kadettenfest mit militärischen Übungen. Zudem unterrichtete er die Knabenklassen der deutschen Primarschulen und amtierte als deren Prüfungsexperte. Am 27. Januar 1866 konnte Biel die lang ersehnte Turnhalle einweihen - eine der ersten Einrichtungen ihrer Art in der Schweiz. Das Tagblatt der Stadt Biel (30.1.1866) berichtete: «Nachmittags zogen die Kadetten des Progymnasiums in militärischer Ordnung und mit Musikbegleitung in das Gebäude ein. Unter der Leitung des Turnlehrers Zimmer führten sie verschiedene Turnübungen aus. Eine ziemliche Zuschauermenge, darunter die Bieler Behörden, wohnten der Feierlichkeit bei. Der Kantonal-Turninspektor Johann Niggeler hielt eine passende Rede.» Die neue Militärverfassung erklärte den Militärunterricht an Schulen für obligatorisch. Die Vorschule erleichterte den Kadetten später ihre militärischen Verpflichtungen. Das Bieler Kadettenkorps war gut ausgerüstet und die Infanterieausbildung wurde von Zimmer übernommen. 

1868 referierte Zimmer an der Sitzung der Versammlung des Kantonalen Turnlehrerverein über Das Kadettenwesen. Über das Bieler Kadettenfest vom 2. April berichtete das Tagblatt der Stadt Biel (4.4.1871): « Seit Tagen machte der berühmte Franctireur-Hauptmann Hüot mit seinen Scharen den bernischen Jura unsicher. Der Oberkommandant der Bieler Jugendwehr, Generalmajor Zimmer, wurde darüber informiert, dass die Horden der Franctireurs die Gegend von Friedliswart besetzt und geplündert hatten. Sofort ertönt der Generalmarsch durch die Strassen der Stadt. In kurzer Zeit versammelten sich die jugendlichen Soldaten auf ihrem Sammelplatz. Mit Trompetengeschmetter und wehenden Fahnen zog die gesamte Heeresmacht zum Tor hinaus. Spione meldeten Oberkommandant Zimmer, dass bereits am Waldrand ein Teil der Feinde lauerte. Schnell wurde ein Plan entwickelt und ausgeführt, und der Feind wurde zurückgetrieben. Unter ständigem Gefecht der Vorposten bewegt sich die gesamte Kolonne in Richtung Friedlinswart, wo der Feind seine ganze Macht entfaltet hat …»[4]
Das Berner Schulblatt (13. 5. 1871) lobte die Turnprüfung, die Zimmer den Bieler Schülern abnahm: «Da die Turnhalle nicht genug Platz für die 120 bis 130 Knaben bot, marschierte man in den Hof hinaus. Cäsar Zimmer unterrichtete die Schüler des Progymnasiums und die vier oberen deutschen und französischen Knabenklassen der Einwohnerschule in verschiedenen Abteilungen im Turnen. Heute hatte er alle gemeinsam geprüft, ohne Rücksicht auf die Anstalt und die Sprache, sondern einfach nach Fähigkeit und Grösse gemischt. Nach einigen Ordnungsübungen wurden die Freiübungen ausgeführt, die mit Präzision und Eleganz durchgeführt wurden. Angesichts der grossen Schülerzahl hinterliessen sie einen imposanten Eindruck bei den Zuschauern. Auch die Geräteübungen wurden mit Leichtigkeit, Sicherheit und Schwung vorgeführt. Selbst der strenge Turnvater Johann Niggeler (1816-1887), der als Turninspektor diese Prüfungen hätte leiten sollen, hätte dem Geschick des Turnlehrers Cäsar Zimmer und dem Fleiss der Lehrer und Schüler seine Anerkennung nicht versagen können.» 1875 bereitete Cäsar Zimmer die Schüler auf das Kadettenfest in La Chaux-de-Fonds vor. 

Militärische Laufbahn und Feuerwehr
Er war 1861 Unterleutnant, 1867 Oberleutnant und 1871 Hauptmann im Bataillon 16. In dieser Funktion begleitete er 1875 als Vertreter der Stadt Biel den Sarg des Bieler Ehrenbürgers General Dufour. 1880 wurde er als Chef des Hydrantenkorps bei einem Brand vom Strahl eines Hydranten ins Auge getroffen und verlor dadurch sein Auge. Für seinen Einsatz bei dem Brand der Apotheke Stern erhielt er die Verdienstmedaille der Schweizerischen Mobiliar Versicherung. Ab 1888 befehligte er als Offizier die 3. Kompanie des Seeländischen Bataillons 25.

  

Gründer und 1. Präsident der Stadtmusik Biel
1862 gründete Ernst Cäsar Zimmer die Bieler Stadtmusik neu und übernahm in der Folge auch das Präsidium. Die erste Fahne der Stadtmusik wurde 1863 eingeweiht und der Verein erhielt vom Gemeinderat eine Subvention von 100 Franken. Das Übungslokal befand sich in der Wirtschaft Amsler beim Obergässli. [12] Er war ausserdem Armenkassierer der Burgergemeinde Biel, Mitglied vom Stadtrat und der Spar- und Leihkasse der Bieler Uhrmacher. Er starb am 28. Januar 1901 mit 59 Jahren. [21] Als Nachfolger der Spezereihandlung «C. Zimmer» wurde sein Sohn Paul Cäsar Zimmer bestimmt. 


Cäsar Zimmer, 1872-1952
Cäsar Zimmer, 1872-1952

Cäsar Zimmer (12.4.1872-8.3.1952), Spezierer, Oberturner der Stadt Biel, Gründungsmitglied und Vizepräsident vom Altstadtleist
Schüler am Progymnasium Biel von 1885 bis 1888
Vertreter der 3. Generation der Spezerei Zimmer ab 1914

Paul Cäsar Zimmer, genannt Zebi, war der Sohn von Ernst Cäsar und Marie Zimmer. Er wurde am 12. April 1872 in Biel geboren und besuchte dort die Schule. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Morges trat er 1892 in das väterliche Spezerei-Geschäft ein, welches er nach dem Tod seines Vaters 1901 gemeinsam mit seiner Mutter Marie zusammen führte. Diese Zusammenarbeit brachte einen erneuten Aufschwung. [11] Unter seiner Leitung warb das Geschäft vor allem für Kolonialwaren und für die Kafferösterei. Von 1901 bis 1934 vertrieb er zudem ein umfangreiches Sortiment an Farben. Ein Verkaufshit war Maggis Suppenwürze, die in Fläschchen für 90 Rappen erhältlich war. Am 8. Juni 1905 heiratete er Fanny Emma Baehni (14.9.1876-1960), von Bolligen, wohnhaft in Biel. Sie war die Tochter von Johann Felix Baehni (9.5.1837-12.2.1900), Gründer und Leiter der Uhrfederfabrik Baehni & Cie. Der glücklichen Ehe entstammen zwei Söhne und eine Tochter: 

 

  • Jean César Zimmer (13.7.1906-24.1.1974), Kaufmann. Heiratete am 5.9.1934 Rosa Lucie Muster (22.5.1905-31.12.1977) von Hasle. K: Suzanne Zimmer (28.9.1935-12.11.2022), Katharina Elisabeth Zimmer (22.6.1937-21.4.1999), Karl Cäsar Zimmer (10.8.1941-13.2.1954), Marie-Anne Zimmer (geb. 16.2.1946)
  • Robert Paul Zimmer (geb. 7.12.1907). Heiratete Liseli Koch
  • Rosa Emma Zimmer (geb. 21. 12. 1908). Heiratete am 2.8.1933 Hans Weber (3.1.1903-April 1998) von Biel. K: Simon Weber (25.7.1934-30.8.2019), Adolph Weber (geb. 8.3.1937), Hans (Jean) Weber (geb. 27.4.1942) [11] 

 

Robert, Cäsar und Emma Zimmer, im Hintergrund das Haus Zimmer, 1915. Foto: zvg
Robert, Cäsar und Emma Zimmer, im Hintergrund das Haus Zimmer, 1915. Foto: zvg

Da Emma Baehni stets Französisch sprach, wuchsen die Kinder zweisprachig auf. Die Familie wohnte zunächst im Obergässli 2, später im Obergässli 4. Ab 1914 führte Cäsar als Vertreter der dritten Generation den Laden an der Burggasse 31 im Sinne der grossväterlichen Tradition allein weiter, während er mit seiner Familie im Obergässli 3 wohnte. Die Familie war im Obergässli sozusagen omnipräsent.[16] Dank seiner ausserordentlichen Fachkenntnisse und seines kaufmännischen Könnens erfreute sich das Spezerei-Unternehmen in der Burg eines ständig wachsenden Kundenkreises. 1939 fand das 100-jährige Geschäftsjubiläum statt. 1942 feierte Cäsar ein Doppeljubiläum: seinen 70. Geburtstag und sein 50-jähriges Geschäftsjubiläum.

 

Sport war seine Leidenschaft
Am 7. Juni 1848 wurde der Stadtturnverein Biel (STV) in einem der Zimmer des Dufourschulhauses Ost gegründet. Die Übungen fanden zunächst im Turnhof des Progymnasiums statt, wo sich eine offene, gedeckte Halle befand. Das erste Vereinslokal befand sich im Haus Köhly auf dem Pasquart, das später zum Spital gehörte. Bereits zwei Jahre nach der Gründung führte der Verein das kantonale Turnfest durch. Vor dem Fest musste der Oberturner eine Militärschule absolvieren. In der Folge erkämpfte sich der Verein zahlreiche Siegestrophäen.[27] Paul Cäsar Zimmer trat 1889, im Alter von 17 Jahren, dem STV bei. Er blieb ihm bis auf zwei Jahre, die er während seiner Lehrzeit in Morges verbrachte und dort im Turnverein aktiv war, treu. 1894 wurde er zusammen mit Gebhard Pfund, dem Ehemann von Marie Caroline Zimmer, zum Vorstandsmitglied gewählt. In dieser Funktion verfasste er regelmässig die Jahresberichte. Von 1894 bis 1910 war er städtischer Obertuner des STV, leitete ihn bis 1902, dann wiederum 1906 und nochmals 1908 bis 1909. 1912 stand er ihm als Präsident vor. Der Verein führte inzwischen die obligatorischen Turnstunden jeweils Dienstag- und Freitagabend auf dem Turnplatz Pasquart durch. Bei schlechtem Wetter wurde die 1866 erbaute Turnhalle des Gymnasiums benutzt. Jeweils am letzten Samstag des Monats tagte der Verein im Café Dufour.

Willy Brun im Bieler Tagblatt (5.6.1963): «Der STV und die Stadtmusik waren eng befreundete Vereine, ist doch die Stadtmusik auf Turnerinitiative hin gegründet worden. Hauptinitiant und Mitgründer war Cäsar Zimmer, der Präsident des Turnvereins. Wenn einer dieser Vereine einen Anlass durchführte, so half der andere auf Wunsch mit. Eine Notiz von 1880 zeigt, dass die Stadtturner anlässlich eines Konzerts der Stadtmusik mit turnerischen Darbietungen mitwirkten. Es wurden auch gemeinsame Gartenfeste oder Picknicks durchgeführt. Viele Jahre lang hatten die beiden Vereine auch dasselbe Stammlokal, was sehr viel zum guten Verhältnis beitrug.» 

Vorstandausflug des STV Biel. Foto: zvg Kollektion Zimmer.
Vorstandausflug des STV Biel. Foto: zvg Kollektion Zimmer.

1897 dirigierte er die Turner beim Seeländischen Bezirksturnfest in Bözingen. 1898 gab er für den Seeländischen Bezirksturnverein einen längeren Vorturnerkurs, der jeweils sonntags stattfand.

  

Pokal vom Stadtturnverein Biel, 1901
Pokal vom Stadtturnverein Biel, 1901

Der STV wählte Cäsar Zimmer 1901 zum Ehrenmitglied und übereichte ihm einen Pokal mit der folgenden Widmung: «Seinem lieben Oberturner». Von 1907 bis 1920 amtete er als eidgenössischer Turnabgeordneter, von 1912 bis 1919 als Kreischef im turnerischen Vorunterricht. 1913 präsidierte er das Vergnügungskomitee des Schweizerischen Schwingerturniers. 1914 war er Kampfrichter am Seeländischen Bezirksturnfest in Lengnau, 1914 beim kantonalen Turnfest in Interlaken. Im gleichen Jahr hielt er für den STV einen Vortrag über Militärleistungen und Turnübungen. Zugleich ermutigte er die jungen Turner, fleissig zu trainieren, um schneidige Soldaten  zu werden.[26] Vor und nach dem Weltkrieg war er Turnexperte bei der Rekrutenprüfungen. 1915 war er Kampfrichter beim Seeländischen Turntag in Biel. 1917 wurde er Ehrenmitglied des Seeländischen Turnverbands  und am 31. Oktober 1920 des Berner Kantonalturnvereins.[11] Zimmers Organisationstalent wurde oft beansprucht, wenn es galt, turnerische Veranstaltungen durchzuführen. Beim am 31. Juli /1. August 1920 veranstalteten Volksfest des STV am Pasquart, war er Präsident des Organisationskomitees. Von 1920 bis 1922 gehörte er dem Zentralkomitee des Eidgenössischen Turnvereins (ETV) als Protokollführer an.

1921 war er Organisationspräsident am 1. Eidgenössischen Kunstturnertag. 1923 hielt er in Erlach einen Vortrag über das Männerturnen. Im selben Jahr führte Cäsar Zimmer als Präsident des Organisationskomitees,  das 75-jährige Jubiläum des STV durch. Es war ein Spektakel, das neben glänzender Turnakrobatik, auch Musik und Tanz bot. Das Bieler Tagblatt berichtete: «In einer wohldurchdachten Rede begrüsste Cäsar Zimmer die Anwesenden, darunter die Vertreter der kantonalen und lokalen Behörden, der verschiedenen Vereine, die Presse und besonders Regierungsrat Bösiger als altes Mitglied des Stadtturnvereins und das Ehrenmitglied Gebhard Pfund, Universitätsturnlehrer in San Francisco, der zufällig anwesend war.» 

Inserat vom Bieler Tagblatt, 10.7.1923.
Inserat vom Bieler Tagblatt, 10.7.1923.
Jubiläum des STV Biel im Pasquart, 1923. Foto: zvg, Kollektion Zimmer
Jubiläum des STV Biel im Pasquart, 1923. Foto: zvg, Kollektion Zimmer

Glasscheibe für ETV-Ehrenmitglied Cäsar Zimmer, 1935.
Glasscheibe für ETV-Ehrenmitglied Cäsar Zimmer, 1935.

1925 war Zimmer Vorsitzender des Seeländischen Bezirksturnfests in Biel. 1931 organisierte er als Präsident das 34. Berner Kantonalturnfest, das vom 11. bis 13. Juli in Biel stattfand. Von 1933 bis 1944 war er Obmann vom Seeländischen Turnverband. 1935 wurde er vom Eidg. Turnverein (ETV) zum Ehrenmitglied ernannt. Er erhielt eine Glasscheibe mit der Inschrift: «Der Eidg. Turnverein seinem Ehrenmitglied Cäsar Zimmer, 1935». In diesem Jahr war er Organisationspräsident für die eidgenössischen Spiel- und Meisterschaftskämpfe. Während vielen Jahren betreute er als Obmann die Bieler Gruppe der eidgenössischen Turnveteranen. 

 

Hauptmann der Infanterie
Cäsar Zimmer war zunächst Oberleutnant und Bataillonsadjutant des Landbataillons 21. 1914 ernannte ihn der Regierungsrat zum Hauptmann in der Infanterie (Landsturm). In dieser Zeit etablierte sich der turnerische Vorunterricht fürs Militär. Als Turnexperte setzte ihn das Militär für Rekrutenprüfungen ein. 1917 erhielt er am militärisch ausgerichteten Berner Kantonalturntag in Anerkennung seiner Verdienste einen Ehrenkranz. Cäsar Zimmer war Ehrenmitglied des Bieler Unteroffiziervereins.

  

Paul Cäsar als Präsident der Forstkommission der Burgergemeinde Biel (Bildmitte), 1926. Foto: zvg
Paul Cäsar als Präsident der Forstkommission der Burgergemeinde Biel (Bildmitte), 1926. Foto: zvg

Präsident der burgerlichen Forstkommission
Von 1912 bis 1934 präsidierte Paul Cäsar Zimmer die Forstkommission der Burgergemeinde Biel. Beim Burgerbummel zum Rägiswald 1932, an dem 185 Personen teilnahmen, blickte er auf die Geschichte der Berge und Waldungen der Burgergemeinde Biel zurück. Er konnte dabei mitteilen, dass genau hundert Jahre vergangen waren, sei die Burgerschaft den Rägiswald und anschliessend auch die übrigen heute der Burgergemeinde gehörenden Wälder zurückgekauft hatte.[17] Zimmer war massgeblich daran beteiligt, eine Anzahl schöner Waldwege angelegt zu haben, die heute noch die zahlreichen Spaziergänger erfreuen.[11] Er präsidierte viele Jahre den «Holzproduzentenverband des bernischen Seelands, des südlichen Juras und angrenzender Gebiete», in einer Zeit, in der die Waldbesitzer mit grossen Problemen zu kämpfen hatten.[2]

  

«Unsere Familie liebte die Fasnacht. Die Kostüme machten wir selbst!»

Marie Anne Zimmer, 2026
  

Gründungs- und Ehrenmitglied der Faschingszunft
1896 wurde Paul Cäsar Zimmer Gründungsmitglied der Faschingszunft.[11] Seit 1865 existierte in Biel die «Narhalla», eine Narrenzunft, die nicht nur die Fastnacht, sondern auch aufwändige historische Umzüge veranstaltete. Später bildete sich dann der Verein der Jungen, der «Hirsmontagsklub», der ähnliche Ziele verfolgte. 1896 erkannte man, dass sich mit einer Fusion der beiden Gesellschaften bessere Resultate erzielen liessen. So entstand der neue Verein «Faschingszunft Biel». Der Auftakt erfolgte im Frühjahr 1897 mit einem grossen historischen Umzuges, der die Heimkehr des Bieler Fähnlein von der Schlacht bei Grandson darstellt. Präsident des Organisationskomitees war Uhrenfabrikant Eduard Blösch in Biel. Der Carnaval wurde ein grosser Erfolg.[15] 1904 wurde Paul Cäsar Beisitzer der Faschingszunft und 1919 Ehrenmitglied.[22] 1929 ehrte ihn die Zunft für seine 25-jährige Tätigkeit mit einem silbernen Pokal.[14]
  

Vizepräsident im Altstadtleist und Präsident at Iterim von 1937 bis 1939
Am 30. April 1915 bildete sich zum Zweck der Förderung und Entwicklung der Altstadt Biels der Altstadtleist. Erster Präsident war der Gerichtspräsident Eduard Amsler. Bereits bei der Gründung zählte Paul Cäsar Zimmer zum Vorstand und ein wichtiges Projekt, die Erhaltung des historischen Gebäudes «Alten Krone», konnte verwirklicht werden. Ein weiteres erfolgreiches Projekt war die Wiedereinführung des Chlausers in die Altstadt.[18] 

Aushängeschild der Spezerei Zimmer. Foto: Archiv Altstadtleist
Aushängeschild der Spezerei Zimmer. Foto: Archiv Altstadtleist

1935 setzten sich Cäsar Zimmer und der Altstadtleistpräsident Eduard Amsler für die «BIWO» ein, ein nachhaltiges Projekt zur Verschönerung der ergrauten Altstadt. Mit der finanziellen Unterstützung von Bund, Kanton, Gemeinde und Liegenschaftsbesitzern wurden Hausfassaden, Brunnen und Strassenzüge renoviert. Den von der Wirtschaftskrise betroffenen Arbeitslosen wurde so eine zeitweilige Stelle ermöglicht. Für die Zimmers bedeute dies eine Verschönerung der Fassaden am Obergässli 3, 4 und 8, die dringend renoviert werden mussten, sowie an der Burggasse 31. Die Renovierungsarbeiten wurden von Architekt Leuenberger geleitet. Zusätzlich zierte ein neues Aushängeschild mit dem Motiv «Kaffeerösterei», das von Schlossermeister Kopp handgeschmiedet worden war, die Burggasse 31. [23]

  


Das Haus Zimmer beim Bäsetöri mit Aushängeschild. Zeichnungen von Hans Schöchlin in Wanderung durch die Bieler Altstadt, V: Verkehrsverein Biel und Umgebung, Biel, 1966, S. 45/47.

 

1935 organisierte Cäsar Zimmer die erste Altstadtchilbi, die durch die «BIWO» ins Leben gerufen worden war. Die Bieler Altstadt verwandelte sich in ein buntes Volksfest. Sämtliche Marktfrauen, darunter auch die Familie Zimmer, trugen eine hübsche Tracht, wodurch die Chilbi einen heimatverbundenen Charakter erhielt.[23]

  


Die Familie Zimmer an der Altstadtchilbi 1935, während der Einweihung der Renovation. Fotos: zvg

 

1937 initiierte Zimmer zusammen mit einigen Kollegen für den verstorbenen 1. Altstadtleistpräsident Eduard Amsler eine bronzene Gedenktafel, die sich noch heute am Haus Ring 11 befindet. Von 1937 bis 1939 wirkte Paul Cäsar Zimmer im Altstadtleist als Präsident at Interim. [19] Am 29. Mai 1949 ernannte ihn der Leist zum zweiten Ehrenmitglied.

  

Mitglied in verschiedensten Vereinen und im Burgerrat
Paul Cäsar Zimmer stellte seine Dienste zunächst dem Rabattverein Biel-Seeland-Jura und ab 1917 dem neu gegründeten Spezereihändlerverein Biel und Umgebung zur Verfügung. Über 30 Jahre lang unterstützte er die Vorstände der beiden Vereine. Dabei wurde ihm während mancher Amtsperiode das Präsidium anvertraut. Der Spezereihändlerverein Biel verfolgte folgende Ziele:
Allgemeine Standesschutzmassnahmen
Einheitliche Preise
Einheitliche Rabattgewährung
Informationen durch die Presse
Gemeinsame Wareneinkäufe (Bildung einer Einkaufsvereinigung).
Ein direkter Gewinn war nicht beabsichtigt. Das Lokal befand sich an der Kanalgasse 13.[1] Sowohl der Detaillistenverband Biel-Seeland-Jura, dessen Präsident er war, als auch der Spezereihändlerverein belohnten seine Verdienste, als sie Paul Cäsar Zimmer 1945 zum Ehrenpräsidenten ernannten.

Zimmer gehörte zu den Initianten des Schweizerischen Wirtschaftlichen Volksblattes und war bis in die 1930er Jahre Präsident des Verwaltungsrates dieser weitverzweigten Zeitung. Er gehörte von 1909 bis 1934 während 25 Jahren dem Burgerrat an, ab 1932 als Vizepräsident. Zusammen mit Hans Schöchlin war er Mitglied der Mollschen Rentenstiftung. Am 8. März 1952 starb Paul Cäsar Zimmer im Alter von fast 80 Jahren. [11]  


Kaufmann César Zimmer, 1906-1974. Foto: zvg
Kaufmann César Zimmer, 1906-1974. Foto: zvg

Jean César Zimmer (13.7.1906-24.1.1974)
Vertreter der 4. Generation der Spezerei Zimmer

Der Kaufmann Jean César Zimmer, genannt Cebu, war der Sohn von Paul Cäsar und Fanny Emma Baehni. Er wurde in Biel geboren und besuchte hier alle Schulen, darunter das Progymnasium und die Handelsschule.[3]

Schon früh half er im Geschäft der Eltern mit. Die Kaffeerösterei und das Warenlager befanden sich im Erdgeschoss des Hauses Obergässli 3. An der Burggasse 31 fanden die Kunden alles, was sie für den Haushalt benötigten, hauptsächlich Lebensmittel. Die Papiertüten die sie dazu erhielten, wurden zuvor mit einer eigenen Druckvorlage versehen, die den Laden bewarb. Dieser war mit zahlreichen Schubladen ausgestattet, in denen sich Lebensmittel wie Mehl oder Zucker befanden. Mit einer Messingschaufel wurde die benötigte Menge entnommen und abgewogen.
César heiratete am 5. September 1934 Altstadtleistmitgliederin Rosa Lucie Muster (22.5.1905-31.12.1977) von Hasle bei Burgdorf. Aus der Ehe entsprangen drei Töchter und ein Sohn, die alle im Obergässli 3 zur Welt kamen:

  • Suzanne Zimmer (28.9.1935-12.11.2022)
  • Katharina Elisabeth Zimmer (22.6.1937-21.4.1999)
  • Karl Cäsar Zimmer (10.8.1941-13.2.1954)
  • Marie-Anne Zimmer (geb. 16.2.1946)

Suzanna, Katharina und Karl Cäsar besuchten die Primarschule im Dufourschulhaus, Marie-Anne das Neumarktschulhaus. Die Kinder halfen regelmässig im Laden mit. Einen schweren Schicksalsschlag musste die Familie hinnehmen, als Karl Cäsar im Alter von 12 ½ Jahren an den Folgen eines Skiunfalls starb. Zu dieser Zeit gab es in der Altstadt zahlreiche Lebensmittelgeschäfte. Es gab mehrere Bäcker, Metzger und Milchläden. Das neu eingeführte Ladenschluss-Reglement verhinderte die flexiblen Öffnungszeiten, die Zimmers ihren Kunden bisher angeboten hatten. In den 60er Jahren begann in der Altstadt das sogenannte Lädelisterben, von dem auch das Geschäft César Zimmers betroffen war. 1967 gab er mit 61 Jahren das Geschäft auf. 

 

Anekdoten zur Bieler Stadtverwaltung
César Zimmer schrieb im Juni 1965 in sein Notizbuch über die Bieler Stadtverwaltung: «Seit langem rinnt im Obergässli Nr. 6 ein Känel. Bei diesem nassen Vorsommer ergoss sich immer ein Wasserfall auf die Strasse. Da das Haus Nr. 8 der Stadt gehört und der Känel für beide Häuser gemeinsam ist, wurde dies dem Wegknecht gemeldet. Der sagte, er gehöre zum Tiefbauamt, zuständig sei aber das Hochbauamt. Trotzdem versprach er, die Sache zu melden. Nach einigen Wochen erschien er mit einem Mann aus dem Hochbauamt, der den Känel von unten her anschaute. Dann gingen sie weiter. Pause! Da in den folgenden Wochen nichts passierte, erfolgte ein Anruf bei der Städtischen Liegenschaftsverwaltung. Tags darauf erscheinen wieder zwei Männer, schauten sich die Sache erneut von unten an und behaupteten, das ginge die Stadt nichts an. Pause! Nach zwei Tagen erschienen drei Männer, darunter ein Architekt. Sie betrachteten und gingen weiter. Der Känel wird rinnen bis zum jüngsten Tag und die Bsetzi auswaschen. Der Zeitaufwand dieser Herren, umgerechnet in Lohn, würde ausreichen, um diesen alten Känel zu reparieren und noch zwei neue zu machen. Dann hatte das Wasser einem Polizisten an den Kopf gesprützt, das hat schliesslich genützt (reimt sich fast). Nach zwei Monaten wurde der Känel auf polizeiliche Anordnung hin geflickt.
Auf meinem Haus in der Burggasse 31 steht ein alter Kamin, der seit Jahrzehnten nicht mehr benutzt wird und nur noch als Dekoration dient. Ein Polizist, der aus dem Fenster schaute (Zeit haben die), entdeckte daran einen Riss. Anstatt mir dies direkt zu melden - eine Sache von zwei Minuten -, meldete er es dem Hochbauamt. Dieses alarmiert den Füürgschouer, der daraufhin mit seinem Motorrad zu mir rast, um mir den Schaden zu berichten. Ich wusste seit über 30 Jahren, dass ein Riss im Kamin ist. Aber damals hatten die Polizisten noch keine Zeit aus dem Fenster zu schauen.»  

Geschenk der Burgergemeinde Biel für César Zimmer, 1964.
Geschenk der Burgergemeinde Biel für César Zimmer, 1964.

Mitglied vom Stadtturnverein Biel
Cäsar Zimmer trat 1922 im Alter von 16 Jahren dem STV Biel bei. Nachdem er eine Zeit lang auswärtiges Mitglied gewesen war, erfolgte 1930 sein Wiedereintritt als Aktiver. 1932/33 war er Vorturner. Gleichzeitig gehörte er ab 1932 während 5 Jahren dem Vorstand als 1. Sekretär an. 1934 wurde er zum Freimitglied ernannt und 1960 zum Veteran.[31]

  

 

Förderer der Burggemeinde Biel
Cäsar unterstützte viele Jahre die Burgergemeinde Biel: Von 1945 bis 1967 war er Mitglied der Forstkommission, von 1957 bis 1964 deren Präsident und von 1953 bis 1964 amtierte er als Burgerrat. Anlässlich seines Rücktritts als Forstpräsident und Burgerrat schrieb der Oberförster Werner Studer: «Ach wie haben wir es genossen, wenn in dem unwegsamen Land, ein neuer Weg entstand. Du bleibst dem Wald treu ergeben. Das wissen wir, denn all dein Streben galt ihm, dem Ausdruck jener Kraft, die stets erneuernd Schönes schafft.» Die Burgergemeinde überreichte ihm zum Abschied ein Glasfenster mit der Inschrift: «Dem Burgerrat der Stadt Biel Herrn Cäsar Zimmer in Anerkennung der geleisteten Dienste 1953 - 1964»

  

Weitere Mitgliedschaften

César war Mitglied mehrerer Berufsverbände, unter anderem im Verein der Lebensmittel-Detaillisten, sowie Vorstandsmitglied der Faschingszunft Biel und Mitglied der Alt-Commerica Biennensis (seit 1923) und des Veteranenvereins des Stadtturnvereins Biel. Er fungierte als Experte der Verkäuferinnenschule. Seine Familie war Mitglied des Altstadtleists.

  

Der begeisterte Wanderer und Skifahrer brachte es im Militärdienst bis zum Wachtmeister. Zusammen mit seiner Frau wirkte César Zimmer im Schweizerischen Landesverband für Leibesübungen (SLL) als Verwalter des Kurszentrums Mürren. Dort wurden im Winter Skikurse und im Sommer Tenniskurse durchgeführt. Der SLL war die Vorläuferorganisation des heutigen Dachverbandes Swiss Olympic. 1974 starb er im Alter von 68 Jahren an Herzversagen.[3]

P.K. / S.V..

mit freundlicher Unterstützung von 
Marie-Anne Zimmer (Familienforschung) 
Heinz Strobel, Archivar vom Altstadtleist

 


Zitiervorschlag

pk/sv: «Die Spezereihändler-Familie Zimmer», in: Pioniere und Prominente vom Dufourschulhaus Biel. Version 2026. Altstadtleist Online: altstadt-biel-bienne.ch.

 

Quellen: 1)  «Verein der Spezereihändler von Biel und Umgebung» in Bieler Tagblatt, Biel, 21. 7.1917, S. 4; -2) «César Zimmer-Bähne, zum 75. Geburtstag» in Bieler Tagblatt, Biel, 11.4.1947, S. 2; - 3) Ri, «Im Memoriam Cäsar Zimmer» in Bieler Tagblatt, Biel, 29.1.1974, S. 3; - 4) A. Sch., «Das Bieler-Kadettenfest vom 2. April 1871» in Tagblatt der Stadt Biel, Biel, 4.4.1871, S. 3 - 5) Werner und Marcus Bourquin, Biel Stadtgeschichtliches Lexikon, Biel 1999; - 6) «Johann Samuel Zimmer» in Allgemeines Künstlerlexikon, Teil II,  Zürich, 1816, S. 6179; - 7) Tagblatt des Grossen Rates des Kantons Bern, Jahrgang 1873, Bern, 1873, S. 17; - 8) Dorothea Schwartz Zimmer, englisches Wikipedia, abgerufen 2025; -9) Paul Cäsar Zimmer-Baehni, Familienregister, Biel, 1936; - 10) F. K. Nagler, Neues allgemeines Künstler-Lexikon, Band 22, München, 1852, S. 282; -11) H., «Cäsar Zimmer» in Bieler Tagblatt, Biel, 11. 3. 1952, S. 3; - 12) Dr. A. Meier, 75jähriges Jubiläum der Stadtmusik Biel, Bieler Tagblatt, 8. 2. 1938, S. 5; - 13) Thomas Appel, Göttinger Künstlerlexikon, Universitätsverlag Göttingen, Göttingen 2022, 562ff, CC BY SA 4.0, - 14) d., «Die Faschingszunft» in Bieler Tagblatt, Biel, 18. 12. 1929, S. 3; - 15) «Faschingszunft Biel» in Der Bund, Bern, 21. 2. 1896, S. 3; - 16) Cäsar Zimmer, «Die Spezereihandlung Burg» in Bieler Tagblatt, Biel, 30. 9. 1937, S. 5; - 17) Ausflug der Burgerschaft in Bieler Tagblatt, Biel, 5. 9. 1932, S. 3; - 18) Bieler Tagblatt, Biel, 30. 6. 1915, S. 2; - 19) «Altstadtleist Biel» in Bieler Tagblatt, Biel,  4. 8. 1939, S. 2; - 20) ch, Vom «Bäsetöri» in 100 Jahre Stadtmusik Biel, Bieler Tagblatt, Biel, 10. 6. 1963, S. 11; - 21) Le National Suisse nach einem Bericht vom Journal du Jura, La Chaux-de-Fonds, 31. 1. 1901, S. 2: - 22) «Generalversammlung der Faschingszunft: Ehrenmitglied Cäsar Zimmer» in Bieler Tagblatt, Biel, 19.12.1919, S. 2; - 23) Eduard Lanz, Nachlass BIWO: «Altstadtchilbi» in Seeländer Volksstimme (4.9.1935); «Bieler Woche 1935 - Altstadt»; Schlossermeister Kopp: „Handgeschmiedete Aushängeschilder in der Bieler Altstadt», Abrechnung (20.11.1937) Archiv Altstadtleist Biel; - 24) Jos. Hanstein, «Marie Zimmer, Tochter des Samuel Zimmer, Göttingen» in Lempertz-Auktion Alte Kunst, Katalog 462, Köln, 1960, S. 44; - 25) Jochen Schmidt-Lieblich, «Marie Zimmer» in Lexikon der Künstlerlinnen 1700-1900, V: K.G. Saur, München, 2005, S. 526; - 26) «Stadtturnverein Biel» in Bieler Tagblatt, Biel, 19.10.1914, S. 2; - 27) O. H., «Das Jubiläum des Stadtturnvereins» in Bieler Tagblatt, Biel, 28.6.1923, S. 2; - 28) «Magdalena Zimmer, geborene Winkelmann» in Hamburgische Adress-Comptoir-Nachrichten, 17.12.1792, S. 8; - 29) Louis Gerson, «De la création d’une caisse de prévoyance pour les horlogers, à Bienne» in Actes de la Société jurassienne d’émulation 1858, Bd. 10, Porrentruy 1860, 127ff; - 30) Werner Bourquin, «Das Bankwesen in Biel» in Bieler Tagblatt, Biel, 8.10.1958, S. 3